Eine geplante
Reise von Bundespräsident
Frank-Walter Steinmeier nach Kiew ist geplatzt, weil er dort offensichtlich
nicht willkommen ist. Der polnische Präsident Andrzej Duda habe in den vergangenen Tagen angeregt, dass sie beide zusammen mit den Staatschefs der baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland in die ukrainische Hauptstadt reisen, "um dort ein starkes Zeichen gemeinsamer europäischer Solidarität mit der Ukraine zu senden und zu setzen", sagte Steinmeier bei seinem Besuch in Warschau. "Ich war dazu bereit. Aber offenbar - und ich muss zur Kenntnis nehmen - war das in Kiew nicht gewünscht."
Steinmeier dankte Polen für die Aufnahme Hunderttausender Flüchtlinge aus der Ukraine und sagte dem EU-Partner dafür
weitere deutsche Unterstützung zu. "Ich empfinde wirklich tiefen Respekt und auch große Dankbarkeit für die großzügige und gut organisierte Aufnahme der Geflüchteten hier in Polen", sagte er nach einem Gespräch mit Duda. "Ich weiß, dass das nicht einfach ist." Es handele sich um einen "enormen Kraftakt", an dem sich Deutschland weiter solidarisch beteiligen werde, so Steinmeier. "Wir lassen, das verspreche ich, Polen und die anderen Nachbarn der Ukraine damit nicht alleine."