Letztes Update:
20220413020513

14:22
12.04.2022
Eine Mehrheit der Deutschen ist dafür, der Ukraine im Krieg gegen die Russen Offensivwaffen und schweres Gerät (Panzer, Kampfjets, Kriegsschiffe oder Artilleriegeschütze) zu liefern. 55 Prozent fänden es richtig, der Forderung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nachzukommen. 33 Prozent sind dagegen, ergab das Trendbarometer für RTL und ntv. Unter den von Forsa befragten Ostdeutschen lehnt eine Mehrheit von 52 Prozent solche Waffenlieferungen ab. Auch die Anhänger der Linkspartei (52 Prozent) und der AfD (75 Prozent) sprechen sich dagegen aus. 
In der wirtschaftlich wichtigen Frage, ob Deutschland komplett auf russisches Gas verzichten sollte, sind die Bundesbürger gespalten. 42 Prozent sind dafür, auch wenn es dadurch zu Engpässen und einer erheblichen Verteuerung bei der Versorgung mit Gas in Deutschland käme. 48 Prozent sind dagegen. Eine klare Mehrheit für einen Gas-Boykott gibt es bei den Grünen (61 Prozent). Eine große Mehrheit von 84 Prozent findet, dass der Westen versuchen sollte, mit Russland in Kontakt zu bleiben, um den Krieg durch Verhandlungen zu beenden. Nur 13 Prozent meinen, der Westen solle den Kontakt abbrechen, solange Russland den Krieg fortsetzt.

14:01
12.04.2022
Die Kirchen können aus Sicht des früheren Militärbischofs Sigurd Rink Waffenlieferungen in die Ukraine unterstützen. "Christen dürfen ihr eigenes Leben und das anderer mit der Waffe verteidigen", sagte der evangelische Theologe der Wochenzeitung Die Zeit. "Ein Verteidigungskrieg ist ethisch legitim. Da die Ukraine sich verteidigt, dürfen die Kirchen auch Waffenlieferungen unterstützen."
Es gebe Grenzen des Pazifismus, sagte Rink. "Als Christenmensch muss ich nach den Geboten der Bergpredigt die andere Wange hinhalten und Unrecht leiden. Gleichzeitig muss ich die schützen, die mir anvertraut sind." Daher komme die Idee des gerechten oder gerechtfertigten Krieges, so Rink. In der Ukraine müsse die Völkergemeinschaft jetzt ein bedrängtes Volk unterstützen: "Dem sollten die Kirchen nicht im Weg stehen."

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