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23:17
11.04.2022
In Litauen haben gut Hundert Menschen bei einer Kundgebung vor der deutschen Botschaft von der Bundesregierung mehr Unterstützung für die Ukraine gefordert. Die Demonstranten riefen Deutschland litauischen Medienberichten zufolge auf, Energieimporte aus Russland zu stoppen und mehr Waffen an die von Russland angegriffene Ukraine zu liefern. Bei einer symbolischen Aktion ließen sie vor der Auslandsvertretung in Vilnius auch die Weckermelodien ihrer Mobiltelefone erklingen - um Berlin aufzuwecken. Unter den Demonstranten war mit Vytautas Landsbergis auch das erste Staatsoberhaupt Litauens nach der wiedererlangten Unabhängigkeit von der Sowjetunion 1990.
Der deutsche Botschafter Matthias Sonn sprach den Berichten zufolge mit den Demonstranten, an die sich die Auslandsvertretung bereits zuvor gewandt hatte. "Sie demonstrieren, was wir alle gemeinsam wollen: dass Putins unprovozierter Angriffskrieg gegen ein souveränes europäisches Nachbarland endet", schreibt die Botschaft auf Facebook.

21:39
11.04.2022
Kurz nach einer russischen Drohung mit dem Einsatz von Chemiewaffen in Mariupol berichtet das ukrainische Asow-Regiment von einem angeblichen Angriff mit Giftgas. Eine unbekannte Substanz sei mit einer Drohne über der seit langem umkämpften Stadt abgeworfen worden, teilt Asow in seinem Telegram-Kanal mit.
Der öffentliche-rechtliche ukrainische TV-Sender Suspilne berichtet aber, es gebe keine Bestätigung durch offizielle Stellen. Zwar hielten Militärquellen die Wahrscheinlichkeit eines Chemiewaffenangriffs durch die russische Seite für "sehr hoch". Der Sender bemühe sich um eine Bestätigung durch Militär oder Geheimdienst. Den Asow-Angaben zufolge litten die getroffenen Personen unter Atembeschwerden und Bewegungsstörungen.

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