Letztes Update:
20220411020443

15:54
10.04.2022
UPDATE | Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine haben in mehreren deutschen Städten erneut prorussische Kundgebungen stattgefunden. In Frankfurt kamen auf dem Opernplatz Hunderte Menschen zusammen, die Polizei sprach von einer hohen dreistelligen Zahl an Teilnehmern. Diese schwenkten russische und sowjetische Fahnen und riefen in Sprechchören "Russland". Dagegen wandte sich eine Gruppe proukrainischer Demonstranten, die "Schande", "Schande" skandierten. Eine Polizeikette trennte beide Gruppen. Die Stadt hatte einen geplanten Autokorso mit 700 Fahrzeugen verboten und strenge Auflagen für die Demonstration erlassen.

In Hannover trafen sich am Mittag laut Polizei mehr als 600 Menschen mit rund 350 Autos, um sich einem prorussischen Autokorso durch die Stadt anzuschließen. Zu sehen waren Russlandfahnen und deutschen Flaggen. Sie wandten sich gegen angebliche "Diskriminierung" und "Russismus", wie es auf einem Plakat hieß. Im Zentrum Hannovers versammelten sich rund 3500 Menschen zu einer Gegendemonstration. Aktionen gab es auch in Osnabrück, Kaufbeuren und im südbadischen Lörrach.

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15:27
10.04.2022
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) fordert bei der Unterbringung von Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine weitergehende Unterstützung vom Bund - und zwar sowohl finanziell als auch organisatorisch. Es gebe "einige offene Fragen, die mit dem Bund und den Kommunen dringend geklärt werden müssen", sagt der CSU-Politiker. "Eine der größten Herausforderungen wird vor allem sein, genügend Wohnraum für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine zu finden. Nur weil Jobcenter die Wohnungsmiete finanzieren, ist noch kein Wohnraum da."
Bund und Länder hatten sich kürzlich über die Aufteilung der Kosten für die Beherbergung der Flüchtlinge verständigt. "Auch der Bund muss seinen Beitrag für ausreichend bezahlbaren Wohnraum leisten", sagt Herrmann. "Das gilt nicht nur mit Blick auf Kriegsflüchtlinge, sondern auch hinsichtlich der Geringverdiener, die dann um günstigen Wohnraum konkurrieren." Bundesweit seien bereits mehr als 320.000 Flüchtlinge aus der Ukraine erfasst, ein Drittel davon in Bayern.

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