Letztes Update:
20220409151945

14:18
09.04.2022
Italien will schon in wenigen Tagen mit seinem Botschafter und Diplomaten nach Kiew zurückkehren. "Wir werden gleich nach Ostern unsere Botschaft in Kiew wieder aufmachen", kündigt Außenminister Luigi Di Maio an. "Wir waren die letzten, die weg sind, und werden unter den ersten sein, die wieder zurückkommen." Wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine hatten die Italiener am 1. März ihre Vertretung in der Hauptstadt geschlossen, Botschafter Francesco Zazo war seitdem von Lwiw aus im Einsatz.
"Das ist eine weitere Geste, um unsere Unterstützung für das ukrainische Volk zu zeigen, ein konkreter Schritt, um zu unterstreichen, dass die Diplomatie Vorrang haben muss", so Di Maio nach Angaben der Nachrichtenagenturen Ansa und Adnkronos.

13:48
09.04.2022
Mitarbeiter des ehemaligen ukrainischen Kernkraftwerks Tschernobyl sorgen sich um ihre mutmaßlich nach Russland verschleppten Kollegen. "Es bekümmert uns", sagte Ingenieur Walerij Semjonow dem russischsprachigen Ableger des britischen Senders BBC. Die ukrainische Führung wirft Russland vor, die Belegschaft von Tschernobyl fast einen Monat lang als Geiseln im Bombenschutzkeller des Gebäudes festgehalten und dann gewaltsam nach Russland gebracht zu haben. Die Angaben lassen sich zurzeit nicht überprüfen.
Kurz nach ihrem Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar hatten russische Truppen Tschernobyl besetzt. Um die Wartungsarbeiten an dem 1986 havarierten Atomkraftwerk kümmerte sich aber weiter ukrainisches Personal. "Wir mussten ständig mit ihnen verhandeln und unser Bestes geben, um sie nicht zu beleidigen, damit sie unserem Personal die Verwaltung des Objekts erlaubten", so Ingenieur Semjonow in dem Interview.

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