Letztes Update:
20220406072632

03:08
06.04.2022
Neuseelands Regierung weitet als Reaktion auf die Gräueltaten an Zivilisten in der Ukraine die Sanktionen gegen Russland aus. Unter anderem würden Einfuhrzölle in Höhe von 35 Prozent auf alle russischen Importe erhoben, teilt Außenministerin Nanaia Mahuta mit. Zudem sollen die bereits bestehenden Exportverbote auf Produkte ausgedehnt werden, die eng mit strategischen russischen Industrien verbunden seien. "Die Bilder und Berichte über Gräueltaten an Zivilisten in Butscha und anderen Regionen der Ukraine sind abscheulich und verwerflich", betont die Ministerin.

02:45
06.04.2022
Nach den Kriegsgräueln in der ukrainischen Stadt Butscha fordert der polnische Vizeaußenminister Szymon Szynkowski vel Sęk Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) auf, zu einem Solidaritätsbesuch in die Ukraine zu reisen. "Wenn er wirklich was tun möchte, sollte er eher nach Kiew fahren, als den russischen Präsidenten anzurufen", sagt Szynkowski vel Sęk der Deutschen Presse-Agentur bei einem Besuch in Berlin. Die Anrufe bei Wladimir Putin hätten keinen Sinn und bisher auch nichts gebracht. "Wenn man jetzt diesen Völkermord ansieht: Mit dem Täter sollte man nicht verhandeln, man sollte eher dem Opfer helfen."
Von Deutschland und anderen europäischen Staaten fordert Szynkowski vel Sęk ein generelles Embargo für russische Energielieferungen und nicht nur für Kohle, wie es die EU-Kommission vorgeschlagen hatte. "Wir müssen höchst heftige Sanktionen anwenden. Der Energiesektor ist daher so wichtig", sagt der Politiker. Auf diesem Weg könne die Finanzierung des Krieges gestoppt werden. Polen sei trotz seiner stärkeren Abhängigkeit von russischem Öl sofort bereit dazu. Das erwarte man auch von Deutschland - ebenso wie die Lieferung schwerer Waffen.

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