Letztes Update:
20220406020548

19:28
05.04.2022
Die Gräueltaten an Bewohnern der Stadt Butscha sind nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj kein Einzelfall. "Die Welt hat jetzt gesehen, was Russland in Butscha getan hat, aber die Welt hat noch nicht gesehen, was sie in anderen besetzten Städten und Regionen unseres Landes getan haben", sagte der per Video zugeschaltete Selenskyj vor dem UN-Sicherheitsrat in New York. "Butscha ist leider nur eines von vielen Beispielen dafür, was die Besatzer getan haben", sagte der ukrainische Präsident weiter. Es sei nicht anders als die Handlungen von anderen Terroristen und handele sich um die schlimmsten Kriegsverbrechen seit dem Zweiten Weltkrieg. Russland müsse dafür zur Rechenschaft gezogen werden, forderte Selenskyi, der dem Sicherheitsrat auch ein Video mit aneinandergereihten Fotos von Gräueltaten zeigte und die Verbrechen detailliert beschrieb.

19:10
05.04.2022
Auch Portugal, Spanien, Rumänien und Slowenien haben russische Diplomaten ausgewiesen. Die zehn Betroffenen müssten das Land binnen zwei Wochen verlassen, teilte das Außenministerium in Lissabon mit. Die Personen hätten "die nationale Sicherheit gefährdet". Madrid gab die Ausweisung von "mindestens 25" Mitarbeitern der russischen Botschaft bekannt. Außenminister José Manuel Albares teilte mit, bei den Betroffenen handele es sich um Diplomaten und Personal.
Das slowenische Außenministerium bestellte den russischen Botschafter in Ljubljana, Timur Ejwasow, ein und teilte ihm mit, dass die Personalstärke der russischen Botschaft von derzeit 41 Diplomaten auf 8 zu reduzieren sei, wie die slowenische Nachrichtenagentur STA berichtet. Das Ministerium habe gegenüber dem Botschafter "schärfsten Protest und Abscheu über das Massaker an ukrainischen Zivilisten in Butscha" zum Ausdruck gebracht. Das Außenministerium in der rumänischen Hauptstadt Bukarest teilte zur Begründung mit, die zehn Diplomaten hätten gegen die Wiener Konvention über diplomatische Beziehungen von 1961 verstoßen.

18:53
05.04.2022
Die Vereinten Nationen haben seit dem Einmarsch russischer Truppen den Tod von 1480 Zivilisten in der Ukraine dokumentiert. Zudem seien 2195 Zivilisten verletzt worden, sagte die UN-Beauftragte für politische Angelegenheiten, Rosemary DiCarlo, vor dem UN-Sicherheitsrat. Sie bezog sich dabei auf Zahlen des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte in Genf (OHCHR). Dabei handele es sich allerdings nur um die dokumentierten Opferzahlen, die Dunkelziffer sei wahrscheinlich sehr hoch, sagte DiCarlo. "Das OHCHR glaubt, dass die eigentlichen Zahlen deutlich höher liegen."

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