Letztes Update:
20220406020548

16:34
05.04.2022
Der Ukraine-Krieg ist nach Einschätzung von UN-Generalsekretär António Guterres eine der größten Herausforderungen für den Frieden auf der Welt seit Gründung der Vereinten Nationen nach dem Zweiten Weltkrieg. Aufgrund von "seinem Wesen, seiner Intensität und seiner Konsequenzen" handele es sich um "eine der größten Herausforderungen für die internationale Ordnung und die globale Friedensarchitektur basierend auf der Charta der Vereinten Nationen", sagt Guterres vor dem UN-Sicherheitsrat in New York.
Der Krieg müsse sofort aufhören und ernsthafte Friedensverhandlungen müssten beginnen, forderte der UN-Chef. Die Bilder der Gräueltaten an Bewohnern der ukrainischen Stadt Butscha werde er "nie vergessen".

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16:13
05.04.2022
Der Krieg gegen die Ukraine sowie die Sanktionen werden für Russland nach Einschätzung eines Osteuropa-Thinktanks schwere wirtschaftliche Konsequenzen haben. Die russische Wirtschaft werde dieses Jahr um bis zu 15 Prozent schrumpfen, die Inflation möglicherweise auf bis zu 30 Prozent steigen, sagt das Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche (wiiw) voraus. "Bereits jetzt sehen wir in vielen Sektoren Lieferkettenprobleme aufgrund der Sanktionen", so Vasily Astrov, Russland-Experte beim wiiw. Die drastischen Sanktionen des Westens werden laut wiiw jedoch die Fähigkeit Russlands zur Kriegsführung in der Ukraine erst mittelfristig beeinträchtigen. "Die russische Regierung hat noch genügend fiskalischen Spielraum, um den Krieg finanzieren zu können", sagt Astrov. Dem Land würden eher die Soldaten und die modernen Waffen ausgehen, aber nicht so schnell das Geld.

15:54
05.04.2022
Der Berliner Senat geht davon aus, dass inzwischen mehrere Zehntausend ukrainische Flüchtlinge in der Hauptstadt leben. "Unsere Vermutung ist ganz klar, dass auf jeden Fall 50.000 bis 60.000 Menschen bei uns in der Stadt sind", sagt die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey. Nach den Worten der SPD-Politikerin handelt es sich um eine grobe Größenordnung, die sich aus zwei Quellen speist. Zum einen seien beim Landesamt für Einwanderung bislang etwa 20.000 Anträge auf einen Aufenthaltstitel für rund 35.000 Menschen gestellt worden. Es sei davon auszugehen, dass diese vorerst in Berlin bleiben wollten. Zum zweiten hätten in den Bezirken 32.410 Ukrainerinnen und Ukrainer Anträge auf Sozialunterstützung gestellt.

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