Letztes Update:
20220405020505

16:03
03.04.2022
Das russische Verteidigungsministerium deutete in einer Reaktion auf das Massaker im ukrainischen Butscha an, dass die Aufnahmen gefälscht sein könnten – etwa weil einer der Menschen, die am Straßenrand liegen, in einer Videoaufnahme angeblich seine Hand bewegen soll. Das ist jedoch falsch. In dem entsprechenden Video ist keine Handbewegung zu sehen. Das dpa-Faktencheck-Team hatte die entsprechenden Videoaufnahmen geprüft.
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge handelt es sich um Leichen, die dort liegen. Auch in weiteren Aufnahmen, die in derselben Straße unter anderem von Pressefotografen gemacht wurden, liegen die Leichen an exakt derselben Stelle.

15:56
03.04.2022
Russland hat die Schuld für das Massaker an der Zivilbevölkerung in der ukrainischen Stadt Butscha von sich gewiesen. "In der Zeit, in der die Siedlung unter der Kontrolle der russischen Streitkräfte stand, hat kein einziger Einwohner unter irgendwelchen Gewalttaten gelitten", heißt es in einer Mitteilung des russischen Verteidigungsministeriums. Die russischen Soldaten hätten den Kiewer Vorort bereits am vergangenen Mittwoch verlassen.
Das russische Verteidigungsministerium sprach im Mitteilungsdienst Telegram von einer "geplanten Medienkampagne" und vermittelte den Eindruck, dass die ukrainische Armee die Zivilisten durch Beschuss selbst getötet haben könnte. Belege dafür gab es nicht. 

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15:36
03.04.2022
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den russischen Truppen angesichts von Gräueltaten gegen Zivilisten einen Genozid vorgeworfen. "Das ist in der Tat ein Völkermord", sagt Selenskyj dem US-Sender CBS laut Übersetzer auf eine entsprechende Frage der Moderatorin. Selenskyj zeigte Fassungslosigkeit angesichts der Gewalt. "Wenn wir Menschen finden, deren Hände auf dem Rücken gefesselt sind und die enthauptet wurden, dann verstehe ich das nicht." Den "Verbrechern" reiche es nicht, Kinder zu töten, sie würden sie noch dazu foltern.
Nicht nur der russische Präsident Wladimir Putin, auch die für Gräueltaten verantwortlichen russischen Militärs müssten auf der Grundlage geltenden Rechts zur Rechenschaft gezogen werden. 

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