Die
Slowakei hat
wegen Spionageverdachts 35 Mitarbeiter der russischen Botschaft des Landes verwiesen. "Auf Grundlage von Geheimdienstinformationen über die Tätigkeit eines weiteren russischen Diplomaten im Widerspruch zum Wiener Abkommen über diplomatische Beziehungen wurde heute der Botschafter der Russischen Föderation vorgeladen", teilt das Außenministerium in Bratislava mit. Dem Botschafter sei dies
in einer diplomatischen Note mitgeteilt worden.
Ministerpräsident Eduard Heger
rechtfertigt den rigorosen Schritt als dringend notwendigen Selbstschutz der Slowakei: "Die 35 Diplomaten, die wir nun nach Hause schicken, waren angesichts unserer tatsächlichen bilateralen Beziehungen nicht nur überzählig, sondern stellten ein unerträglich großes Sicherheitsrisiko dar", sagt Heger der staatlichen Nachrichtenagentur
TASR. Das slowakische Außenministerium erwarte eine
Verbesserung der Beziehungen erst dann, "wenn Russland den Krieg in der Ukraine beendete und seine Diplomaten wieder nach den üblichen Gepflogenheiten arbeiten".