Letztes Update:
20220331020600

11:42
30.03.2022
Der Notfallplan Gas regelt das Vorgehen in Deutschland, wenn die Versorgungslage massiv zu verschlechtern droht - oder wenn dies der Fall ist. Es gibt drei Stufen:
  • Frühwarnstufe:  Versorger sollen Vorbereitungen treffen, in den Netzen werden Puffer geprüft, verfügbare Transportkapazitäten sollen maximal genutzt werden.

  • Alarmstufe: Es gibt eine Störung der Gasversorgung oder eine außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Gas - der Markt ist aber noch in der Lage, diese Störung oder Nachfrage zu bewältigen.

  • Notfallstufe: Es liegt dann eine "außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Gas, eine erhebliche Störung der Gasversorgung oder eine andere beträchtliche Verschlechterung der Versorgungslage vor". 

Die Folge des Notfalls ist, dass der Staat einschreiten muss - um insbesondere die Gasversorgung der "geschützten Kunden" sicherzustellen - also etwa von privaten Haushalten. Zu Maßnahmen zählen dann: eine Anordnung zur Abschaltung von Industriekunden, eine Anordnung an Endverbraucher sowie Großverbraucher, den Verbrauch von Erdgas zu reduzieren oder eine Anordnung zur Nutzung von Strom, der nicht mit Gas erzeugt wird.

11:18
30.03.2022
Die EU-Kommission ist eigenen Angaben zufolge für mögliche Lieferunterbrechungen beim Gas aus Russland gerüstet. Man habe sich schon lange auf eine solche Situation vorbereitet, die sich hoffentlich nicht präsentieren werde, sagt EU-Kommissionsvize Frans Timmermans in Brüssel. 

Wir sind auf alles vorbereitet und wir werden auch sehr eng mit den Mitgliedstaaten zusammenarbeiten, dass alle sich gut auf diese Lage vorbereiten können. 11:18
30.03.2022
Das sagt der Niederländer. Details nannte er nicht.

11:09
30.03.2022
Die "Wirtschaftsweisen" sehen ein "substanzielles" Risiko einer Rezession in Deutschland infolge des Ukraine-Kriegs. Das sagt Volker Wieland, Mitglied des Sachverständigenrates. Sollte es zu einem Lieferstopp russischer Energieimporte oder einem Embargo durch den Westen kommen, fiele die wirtschaftliche Entwicklung noch schlechter aus als derzeit prognostiziert. Der Sachverständigenrat erwartet aktuell für dieses Jahr nur noch ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,8 Prozent. Für das kommende Jahr wird ein Plus von 3,6 Prozent vorhergesagt.

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