Bayern fordert die anderen Bundesländer auf, seinem Beispiel zu folgen und Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine mit erkennungsdienstlichen Maßnahmen eindeutig zu identifizieren. In Bayern würden die Personalien mit den Fahndungsdatenbanken abgeglichen, erklärte Landesinnenminister Joachim Herrmann (CSU) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Ich erwarte auch von den anderen Bundesländern hier ein strukturiertes und koordiniertes Vorgehen." Es müsse vermieden werden, "dass Schleuser, Menschenhändler, die organisierte Kriminalität oder andere Straftäter die Situation für ihre Zwecke ausnutzen."
Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) lehnte die Registrierung der Flüchtlinge erneut ab. "WWir reden vor allem von Kindern und Frauen", die tagelang auf der Flucht gewesen seien, sagte sie dem Berliner Tagesspiegel. Ukrainer reisen ohne Visum ein und müssen sich daher nicht sofort bei den Behörden anmelden; sie werden aber registriert, falls sie in eine Erstaufnahmeeinrichtung kommen oder staatliche Hilfe brauchen.