Letztes Update:
20220324024947

23:32
23.03.2022
Das Gesundheitswesen in der Ukraine ist laut der Weltgesundheitsorganisation WHO seit dem russischen Einmarsch 64 bestätigten Angriffen ausgesetzt gewesen. Das bedeute zwei bis drei Angriffe pro Tag, teilt die WHO Europa mit. Insgesamt seien bei diesen Attacken 15 Menschen getötet und 37 verletzt worden.
"Angriffe auf das Gesundheitswesen sind eine Verletzung des humanitären Völkerrechts, aber eine verstörend geläufige Kriegstaktik – sie zerstören entscheidende Infrastruktur, aber schlimmer noch, sie zerstören Hoffnung", erklärt Jarno Habicht, der WHO-Vertreter in der Ukraine. Ohnehin schon gefährdeten Menschen werde so die Versorgung entzogen, die oft den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmache.

23:31
23.03.2022
Die Vollversammlung der Vereinten Nationen soll am Donnerstag über eine Resolution zur humanitären Situation in der Ukraine abstimmen. Aufgrund der großen Anzahl an Sprecherinnen und Sprecher konnten nicht alle Vertreter der Länder am Mittwoch vor dem größten UN-Gremium in New York auftreten. Zur Wahl steht ein deutlich gegen Russland gerichteter Text, der von der Ukraine eingebracht wurde und nach Hoffnung westlicher Diplomaten mit großer Mehrheit angenommen werden soll. 
Doch es gibt auch einen deutlich neutraleren Textvorschlag aus Südafrika, der Moskau als Aggressor mit keinem Wort erwähnt und der den ersten Entwurf Stimmen kosten könnte.

23:08
23.03.2022
Politiker mehrerer Parteien haben eine schnelle Lösung für den Umgang mit der ukrainischen Währung gefordert. Viele Geflüchtete hätten Schwierigkeiten, die Landeswährung Hrywnja in Deutschland umzutauschen, sagte die Menschenrechtsbeauftrage der Bundesregierung, Luise Amtsberg, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Wir müssen sicherstellen, dass das Geld getauscht werden kann." Zurzeit sei das nur bei kleineren Beträgen möglich, bei größeren Summen sei das wegen des Wertverlusts der Währung schwierig.
"Die ukrainische Währung ist bei uns praktisch wertlos. Denn deutsche Banken nehmen sie nicht an", sagte auch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) RND. Er forderte daher, jedem Geflüchteten aus der Ukraine, der mit ukrainischem Geld ins Land kommt, mindestens 200 oder 500 Euro dafür zu geben.

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