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20220603082451

Ehemaliger Regierungschef Kassjanow aus Russland ausgereist

08:24
03.06.2022
Der ehemalige russische Regierungschef Michail Kassjanow hat das Land verlassen. „Er ist derzeit im Ausland, ich kenne weder seinen Aufenthaltsort noch das Datum seiner Rückkehr“, sagte Konstantin Merslikin, ein Parteikollege Kassjanows, am Freitag der staatlichen Nachrichtenagentur Tass. Über den Grund der Ausreise machte Merslikin ebenfalls keine Angaben. Im Zuge des Krieges gegen die Ukraine hatte die russische Führung in den vergangenen Wochen ihr Vorgehen gegen Oppositionelle und Kritiker verschärft.

Kassjanow war während der ersten Amtsperiode von Präsident Wladimir Putin von 2000 bis 2004 Regierungschef in Russland. Kurz vor den Präsidentenwahlen 2004 wurde er entlassen, nachdem er zuvor die Verhaftung des Oligarchen und Yukos-Chefs Michail Chodorkowski kritisiert hatte.

Später versuchte Kassjanow sich als Oppositionspolitiker. Den Führungsstil Putins kritisierte er als autoritär. Bei der Präsidentenwahl 2008 wurde die Kandidatur des heute 64-Jährigen von der Wahlkommission wegen angeblich gefälschter Unterstützerunterschriften abgelehnt.

dpa

Baerbock sagt Kiew Solidarität zu

06:35
03.06.2022
Deutschland ist in den Kriegswochen von der Ukraine, aber auch von europäischen Verbündeten immer wieder kritisiert worden, weil es aus deren Sicht zu zögerlich Hilfe leistet. Außenministerin Annalena Baerbock sicherte am Freitag der Ukraine Solidarität und weitere Waffen zu. In einem Gastbeitrag für „Bild“ schrieb die Grünen-Politikerin: „Wir werden der Ukraine weiter beistehen. So lange, bis es keine weiteren Butschas mehr gibt. Damit auch für die Menschen in der Ukraine das wieder normal ist, was für uns eine solche Selbstverständlichkeit ist: Ein Leben in Freiheit.“ Frieden gebe es nicht umsonst. „Aber jeder Cent unserer Ausgaben ist eine Investition in Sicherheit und Freiheit, in die Freiheit Europas.“ Solange die Ukraine nicht sicher sei, sei auch Europa nicht sicher.

dpa