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Norwegen und Finnland schicken Panzerabwehrwaffen in die Ukraine

21:55
28.02.2022
Norwegen und Finnland schicken der Ukraine Waffen für den Kampf gegen Russland. Das teilten die Regierungen der beiden Länder am Montagabend mit. Finnland stellt der Ukraine 1500 Panzerabwehrwaffen und 2500 Sturmgewehre zur Verfügung. Außerdem spendet das Land 150 000 Patronen und 70 000 Portionen Feldrationen. „Das ist eine historische Entscheidung für Finnland“, sagte Ministerpräsidentin Sanna Marin.

Finnland ist nicht Mitglied, aber Partner der Nato. Angesichts des Einmarschs Russlands in die Ukraine will das finnische Parlament ab Dienstag eine Nato-Mitgliedschaft diskutieren, wie der Rundfunk am Montagabend berichtete. Eine Petition für ein Referendum über den Antrag auf Nato-Mitgliedschaft hatte zuvor die erforderlichen 50 000 Stimmen erreicht, damit das Parlament sich damit beschäftigen muss. Finnland hat eine 1300 Kilometer lange Grenze mit Russland.

Norwegen schickt 2000 Panzerabwehrwaffen des Typs M72 in die Ukraine. „Norwegen hat eine restriktive Praxis für den Export von Verteidigungsgütern, aber die Ukraine ist jetzt in einer außergewöhnlichen Situation“, erklärte der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre laut einer Mitteilung.

Michael Rabba

Nach Putins Drohung: USA ändern ihre Alarmstufe nicht

21:38
28.02.2022
Nach der Ankündigung Russlands, als Warnung an den Westen seine Abschreckungswaffen in erhöhte Alarmbereitschaft zu versetzen, sehen die USA keine Veranlassung für eine Änderung der eigenen Verteidigungsbereitschaft. „Wir bewerten die Anordnung von Präsident Putin und sehen derzeit keinen Grund, unsere eigene Alarmstufe zu ändern“, sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, am Montag in Washington. Auch der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price, betonte: „Wir sind der Meinung, dass es keine Notwendigkeit für eine Änderung gibt.“

Ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums hatte sich am Sonntag nicht dazu äußern wollen, ob US-Streitkräfte in erhöhte Verteidigungsbereitschaft versetzt worden seien. Dazu würden prinzipiell keine Angaben gemacht.

Inmitten des russischen Angriffs auf die Ukraine hatte Russlands Präsident Wladimir Putin am Sonntag befohlen, die Abschreckungswaffen der Atommacht in besondere Alarmbereitschaft zu versetzen. Die Ankündigung wurde als Drohung mit dem Atomwaffenarsenal des Landes aufgefasst. Russlands Verteidigungsministerium führte die Anordnung nach eigenen Angaben aus. Verteidigungsminister Sergej Schoigu nannte hier am Montag konkret die strategischen Raketentruppen, die Nord- und die Pazifik-Flotte und die Fernfliegerkräfte.

Ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums sagte am Montag in Washington, bislang seien noch keine spürbaren Konsequenzen dieser Anordnung Putins zu beobachten: „Ich glaube nicht, dass wir etwas Konkretes als Ergebnis seiner Anweisungen gesehen haben - zumindest bisher nicht.“ Die Lage werde aber genau analysiert und beobachtet. Das Pentagon betonte erneut, man vertraue weiterhin auf die Fähigkeiten der USA, sich und seine Verbündeten zu verteidigen.

Psaki sagte, es sei wichtig, sich zu erinnern, dass sich Russland und die USA trotz aller Meinungsverschiedenheiten in den vergangenen Monaten und Jahren immer einig gewesen seien, „dass der Einsatz von Atomwaffen verheerende Folgen haben würde“. Ein Atomkrieg sei nicht zu gewinnen. Die US-Regierung versuche, Spannungen abzubauen.

Michael Rabba