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Umfrage: Knappe Mehrheit für Offensivwaffen für Ukraine

15:17
19.04.2022
Eine knappe Mehrheit der Bundesbürger ist nach einer Umfrage für die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine. 51 Prozent sprachen sich im Trendbarometer von RTL und ntv für die Lieferung von Offensivwaffen und schwerem Gerät aus. 37 Prozent sind nach der am Dienstag veröffentlichten Forsa-Erhebung dagegen.

Zugleich ist das Meinungsbild aber uneinheitlich hinsichtlich der Frage, ob die Bundesregierung mehr tun sollte. 38 Prozent der 1007 Befragten sind der Meinung, die Regierung tue zu wenig, um die Ukraine im Krieg gegen Russland zu unterstützen. 34 Prozent halten den Umfang für genau richtig. 16 Prozent hingegen sind der Meinung, Deutschland unternehme zu viel.

Vor allem Anhänger der Grünen (44 Prozent) sowie der Unionsparteien (46 Prozent) fordern mehr Unterstützung für die Ukraine. Dass die Regierung sich zu viel für die Ukraine engagiere, meinen vor allem Anhänger der AfD (51 Prozent).

Mit der Arbeit von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zufrieden sind nur 42 Prozent. 52 Prozent sind es weniger oder gar nicht. Dagegen sind 61 Prozent der Befragten mit der Arbeit von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) zufrieden. Auch Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grünen) darf sich über eine Zustimmung von 58 Prozent freuen.

Mit der Arbeit von Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) sowie Innenministerin Nancy Faeser (SPD) sind mehr Bundesbürger nicht zufrieden als zufrieden. Nur 21 Prozent der Befragten gaben an, sie seien mit Lambrechts Arbeit glücklich. Lediglich 23 Prozent sind es bei Faeser.

Saskia Hassink

Russland weist mehr als 30 europäische Diplomaten aus

14:36
19.04.2022
Russland hat als Antwort auf die Ausweisung Dutzender russischer Diplomaten mehr als 30 Diplomaten aus den Benelux-Ländern und Österreich zu „unerwünschten Personen“ erklärt. Allein aus den Niederlanden müssen 15 Beschäftigte der Botschaft in Moskau das Land binnen zwei Wochen verlassen, wie das russische Außenministerium am Dienstag mitteilte. Zuvor hatten die Niederlande 18 russische Diplomaten wegen des Vorwurfs der Spionage - auch mit Blick auf Russlands Krieg gegen die Ukraine - ausgewiesen.

Zudem müssen zwölf Beschäftigte der belgischen Botschaft Russland verlassen. Auch Luxemburg wurde aus Protest gegen die Ausweisung eines russischen Diplomaten eine entsprechende Reaktion angekündigt. Von den Strafmaßnahmen sind auch vier Mitarbeiter der österreichischen Botschaft betroffen. Die Botschafter aller betroffenen Länder wurden dazu ins Moskauer Außenministerium einbestellt.

Henrik Schumacher