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20220412104932

Innenministerium: Rund 335.000 Ukraine-Flüchtlinge in Deutschland

10:49
12.04.2022
Die Zahl der offiziell erfassten Ukraine-Flüchtlinge in Deutschland ist auf mehr als 335.000 angestiegen. Wie das Bundesinnenministerium am Dienstag per Twitter mitteilte, zählte die Bundespolizei seit Beginn des russischen Angriffskriegs am 24. Februar insgesamt 335.578 Kriegsflüchtlinge - überwiegend Frauen, Kinder und alte Menschen. Binnen 24 Stunden kamen 3936 Neuankömmlinge hinzu. Es ist davon auszugehen, dass die tatsächliche Zahl der Flüchtlinge höher liegt, da es an den Grenzen keine festen Kontrollen gibt und sich Menschen mit ukrainischem Pass 90 Tage lang ohne Visum in der EU aufhalten dürfen.

Jan-Felix Jasch

WTO: Ukraine-Krieg bedroht Weltwirtschaft und politische Stabilität

10:01
12.04.2022
Der russische Krieg gegen die Ukraine könnte die globale Wirtschaft nach einer Analyse der Welthandelsorganisation (WTO) in diesem Jahr bis zu 1,3 Prozentpunkte Wachstum kosten. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte 2022 nach Modellrechnungen nur noch um 3,1 bis 3,7 Prozent wachsen, erklärte die WTO in Genf in einer Analyse über die Folgen des Krieges für den Handel.

Als Grund führt die Organisation höhere Lebenmittel- und Energiepreise und fallende Exporte Russlands und der Ukraine an. „Ärmere Länder sind durch den Krieg großen Risiken ausgesetzt, weil sie im Vergleich zu reicheren Ländern einen größeren Teil ihres Einkommens für Lebensmittel ausgeben“, hieß es. „Das könnte Folgen für die politische Stabilität haben.“

Im Oktober war die WTO noch von einem Wachstum des Welthandels in diesem Jahr um 4,7 Prozent ausgegangen. Dies könne nach neuen Berechnungen fast halbiert werden, so die WTO. Es gehe nicht nur um russische und ukrainische Exporte von Energie, Getreide und Sonnenblumenprodukten. Russland sei einer der Hauptlieferanten von Palladium und Rhodium für die Herstellung von Katalysatoren für Autos, die Ukraine versorge die Halbleiterindustrie mit Neon.

Jan-Felix Jasch

Unicef: Ukraine-Krieg ist „Alptraum für Kinder“

09:15
12.04.2022
In den knapp sieben Wochen seit dem russischen Einmarsch sind in der Ukraine nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef mindestens 142 Kinder getötet worden. In Wirklichkeit dürften die Zahlen allerdings deutlich höher sein, teilte die Organisation mit. Die Justiz in der Ukraine selbst sprach am Dienstag von mindestens 186 getöteten und 344 verletzten Kindern und Jugendlichen. Unicef verwies zudem auf die vielen Minderjährigen, die entweder mit ihren Familien geflüchtet seien oder weiter im Kriegsgebiet ausharrten. „Der Krieg ist weiter ein Alptraum für die Kinder der Ukraine“, sagte Unicef-Nothilfekoordinator Manuel Fontaine einer Mitteilung zufolge.

Mehr als 4,5 Millionen Menschen seien seit Beginn des russischen Angriffskriegs am 24. Febraur ins Ausland geflohen, hieß es weiter - davon seien rund 90 Prozent Frauen und Kinder. Rund sieben Millionen weitere seien zudem innerhalb der Ukraine vertrieben worden.

Jan-Felix Jasch