Letztes Update:
20220411193203

Moskau berichtet über Abschuss von zwei ukrainischen Kampfflugzeugen

09:25
11.04.2022
Mit neuen Luftangriffen haben die russischen Streitkräfte nach eigenen Angaben weitere 78 ukrainische Militärobjekte zerstört. „Die russischen Luftabwehrsysteme haben bei der Ortschaft Isjum zwei ukrainische Kampfflugzeuge vom Typ Su-25 abgeschossen“, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Montag. Darüber hinaus sei im Gebiet Cherson ein ukrainischer Kampfhubschrauber vom Typ Mi-24 abgeschossen worden. Überprüfbar von unabhängiger Seite waren diese Angaben nicht.

Nach Angaben Konaschenkows wurden zudem mehrere ukrainische Kommandopunkte, Munitions- und Treibstofflager sowie Luftabwehrsysteme vernichtet. Darunter sei auch ein von der EU geliefertes S-300-System nahe der ostukrainischen Millionenstadt Dnipro, das durch eine vom Meer abgefeuerte Rakete des Typs Kalibr zerstört worden sein soll.

Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am 24. Februar den Einmarsch in das Nachbarland Ukraine befohlen. Ursprünglich wurde der Angriff von Norden, Osten und Süden her begonnen. Inzwischen haben die russischen Streitkräfte angekündigt, ihre Kampfhandlungen auf den Osten der Ukraine zu konzentrieren.

Jan-Felix Jasch

Umweltbundesamt-Chef: Kohle wird Gas ersetzen - Klimaziele beachten

08:44
11.04.2022
Das Umweltbundesamt (UBA) hält als Folge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine den Ersatz von russischem Erdgas durch Kohle für unvermeidbar, warnt aber davor, grundsätzlich Klimaziele in Frage zu stellen. „Wir werden in der Übergangsphase Kröten schlucken“, sagte der Präsident des Amtes, Dirk Messner, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Montag). „Für kurze Zeit wird Kohle Gas ersetzen. Wichtig ist, dass insgesamt an den Klimazielen nicht gerüttelt wird.“

Der Klimawandel mache auch im Krieg keine Pause, mahnte Messner. „Wenn wir kurzfristig mehr Kohle verbrennen, um russisches Gas zu ersetzen, müssen an anderer Stelle Emissionen zusätzlich eingespart werden: durch Effizienz und Reformen etwa im Mobilitätsbereich, durch Sanierungsmaßnahmen im Gebäudesektor und durch zügigere Planungen und Genehmigungen von erneuerbaren Energieträgern“, sagte der UBA-Chef.

Jan-Felix Jasch