Letztes Update:
20220411193203

Selenskyj: Setzen trotz Verbrechen weiter auf Gespräche mit Moskau

13:23
09.04.2022
Ungeachtet mutmaßlich von Russland begangener Kriegsverbrechen setzt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eigenen Aussagen zufolge derzeit weiter auf Friedensverhandlungen mit Moskau. „Leider sehen wir parallel die Vorbereitungen für einen wichtigen - einige sagen: den entscheidenden - Kampf im Osten unseres Staates“, sagte Selenskyj am Samstag nach einem Treffen mit Österreichs Bundeskanzler Karl Nehammer in Kiew.

Im Osten und Süden des Landes werden russische Truppenkonzentrationen beobachtet. „Eine große Zahl an Truppen, Technik und Waffen. Bewaffnete Menschen, die noch einen weiteren Teil unseres Landes besetzen wollen“, sagte Selenskyj. Das werde eine schwere Schlacht. Trotzdem sei Kiew „vorerst“ zu Verhandlungen mit Russland bereit.

dpa

Scholz fordert erneut Abzug Russlands aus der Ukraine

12:51
09.04.2022
Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Lübeck hat Bundeskanzler Olaf Scholz am Sonnabend erneut den sofortigen Abzug russischer Truppen aus der Ukraine gefordert. Angesichts der russischen Kriegsverbrechen sei es richtig, die Ukraine mit Verteidigungswaffen auszustatten, sagte er zum Auftakt der heißen Phase des Landtagswahlkampfes in Schleswig-Holstein. Im nördlichsten Bundesland wird am 8. Mai ein neuer Landtag gewählt.
In der gegenwärtigen Situation sei Einigkeit innerhalb der Europäischen Union und der Nato ein wichtiges Signal, sagte Scholz. „Deutschland und die NATO werden sich militärisch so aufstellen, dass niemand es wagen wird, unsere Länder anzugreifen“, sagte er.

Jean-Pierre Fellmer

Ukraine: Mehr als 20 Krankenhäuser komplett zerstört

12:02
09.04.2022
Durch den russischen Angriffskrieg sind offiziellen Angaben zufolge mehr als 300 ukrainische Krankenhäuser und andere medizinische Einrichtungen beschädigt worden. „21 Krankenhäuser wurden komplett zerstört“, sagte Gesundheitsminister Viktor Ljaschko am Samstag im ukrainischen Fernsehen. Diese müssten nun komplett neu aufgebaut werden. Patienten aus den umkämpften Gebieten im Osten seien in zentrale und westliche Regionen evakuiert worden.
In den nach dem Abzug russischer Truppen wieder unter ukrainischer Kontrolle stehenden Gebieten bei Kiew hingegen würden medizinische Einrichtungen wieder genutzt. „In Butscha und Irpin sind die Krankenhäuser wieder in Betrieb genommen worden“, sagte Ljaschko. Es müssten vor allem oberflächliche Reparaturen vorgenommen werden. In Borodjanka würde die Situation gerade bewertet. Die Notaufnahme funktioniere jedoch wieder.

Jean-Pierre Fellmer