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20220411193203

Russland-Geschäfte zum Schutz von ärmeren Ländern? - Mehrheit dagegen

07:18
07.04.2022
Eine knappe Mehrheit der Verbraucher in Deutschland lehnt es laut einer Umfrage ab, dass Firmen ihre Produkte weiter in Russland verkaufen - auch wenn sie damit nach eigenen Angaben Lieferanten aus Entwicklungsländern schützen wollen. Bei einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov gaben 53 Prozent der über 2200 Befragten an, einen weiteren Vertrieb in Russland abzulehnen, auch wenn er mit dem Schutz und der Aufrechterhaltung von Lieferketten in Entwicklungsländern begründet wird. Den Angaben vom Donnerstag zufolge befürworteten dies 27 Prozent. 20 Prozent machten keine Angabe.

Jean-Pierre Fellmer

Ukraine: Angriffe auf Popasna im Osten des Landes

04:50
07.04.2022
Der Beschuss der Kleinstadt Popasna im Gebiet Luhansk im Osten der Ukraine dauert ukrainischen Angaben zufolge an. Ziel seien Einheiten der ukrainischen Streitkräfte, teilte der Generalstab in seinem Bericht am Donnerstagmorgen mit. Die russischen Truppen wollten so ihre Offensiven auf die Städte Rubischne und Nischnje, nördlich und südlich der Großstadt Sjewjerodonezk im Gebiet Luhansk, wieder aufnehmen.
Bei Nowotoschkiwske, ebenfalls im Gebiet Luhansk, hätten russische Truppen „erfolglos“ versucht, die ukrainischen Verteidigungslinien zu durchbrechen. In den von russischen Truppen besetzten Gebieten übten diese weiterhin Gewalt gegen Zivilisten aus, heißt es in dem Bericht weiter. Zudem führten russische Einheiten eine „Zwangsumsiedlung“ der Bevölkerung von Mariupol in von ihnen besetzte Gebiete der Region Donezk durch. Die Angaben konnten nicht unabhängig geprüft werden.

Jean-Pierre Fellmer

Selenskyj: Neue Sanktionen „eindrucksvoll“ - aber nicht ausreichend

04:18
07.04.2022
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die von westlichen Ländern vorangetriebenen Verschärfungen von Sanktionen gegen Russland begrüßt. Diese sähen „eindrucksvoll“ aus, sagte Selenskyj in seiner Videoansprache, die in der Nacht zu Donnerstag auf Telegram veröffentlicht wurde. Allerdings reichten sie nicht aus. Man könne sie kaum als angemessen bezeichnen angesichts dessen, was die Welt in Butscha gesehen habe, sagte Selenskyj. Er verwies auch auf die anhaltenden Kämpfe in der Hafenstadt Mariupol oder Charkiw sowie eine wohl bevorstehende russische Offensive im Donbass.
Selenskyj forderte erneut ein Embargo russischen Öls und einen vollständigen Ausschluss des russischen Bankensystems vom internationalen Finanzwesen. Sollte es kein „wirklich schmerzhaftes Sanktionspaket“ gegen Russland und keine Lieferungen der von Kiew geforderten Waffen an die Ukraine geben, werde dies von Russland als „Erlaubnis zum Vormarsch“ gesehen.
Der ukrainische Präsident rief zudem die Bürgerinnen und Bürger Russlands auf Russisch dazu auf, ein Ende des Kriegs zu fordern. „Niemand in Russland, der jetzt nicht ein Ende des Krieges und den Abzug der russischen Truppen aus der Ukraine fordert, hat eine Zukunft“, sagte er. Die russischen Bürgern sollten lieber jetzt etwas verlieren und sich der russischen Repressionsmaschine stellen, als ihr Leben lang „mit Nazis verglichen zu werden“.

Jean-Pierre Fellmer