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Auch Baltenstaaten werden Luftraum für russische Flugzeuge schließen

16:15
26.02.2022
Auch die baltischen Staaten wollen wegen des russischen Einmarsches in die Ukraine ihren Luftraum für Flugzeuge aus dem Nachbarland sperren. „Estland schließt sich der Initiative Polens an und wird allen russischen Fluggesellschaften die Nutzung unseres Luftraums verbieten“, sagte Wirtschaftsminister Taavi Aas einem Rundfunkbericht zufolge am Samstag in Tallinn. Es werde bereits eine entsprechende Beschlussvorlage vorbereitet.

Auch Lettland und Litauen wollen den Luftraum für russische Flugzeuge sperren. „Alle Sanktionen und Beschränkungen funktionieren viel erfolgreicher, wenn sie weitreichend und umfassend sind. Deshalb stimmt sich Lettland in dieser Angelegenheit mit den anderen baltischen Staaten ab“, teilte der lettische Verkehrsminister Talis Linkaits mit. Nach Angaben seines litauischen Kollegen Marius Skuodis soll die Schließung des Luftraums der drei Baltenstaaten gleichzeitig erfolgen.

Sebastian Oldenborg

Kiew weitet nächtliche Ausgangssperre aus

13:51
26.02.2022
Aus Furcht vor einem großen Angriff russischer Truppen weitet die ukrainische Hauptstadt Kiew die nächtliche Ausgangssperre aus. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko gilt sie von diesem Samstag an bereits ab 17 Uhr (Ortszeit, 16 Uhr MEZ) bis 8 Uhr (7 Uhr MEZ) am nächsten Morgen. Zuvor galt sie ab 22 Uhr Ortszeit. Zudem habe die U-Bahn ihren Betrieb eingestellt, schrieb Klitschko im Nachrichtenkanal Telegram. Die Metro-Stationen werden von Einwohnern derzeit als Schutzraum bei Luftangriffen genutzt.

Sebastian Oldenborg

Erste Flüchtlinge aus Ukraine in Deutschland - Zahl noch gering

13:22
26.02.2022
Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine sind die ersten Kriegsflüchtlinge in Deutschland eingetroffen. Ihre Zahl war aber zunächst noch relativ gering. An der sächsisch-polnischen Grenze bei Görlitz sei seit Freitag eine einstellige Zahl von Menschen aus der Ukraine angekommen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Pirna am Samstag. In Brandenburg nahm die Erstaufnahmeeinrichtung in Eisenhüttenstadt bis zum Samstagmittag nach eigenen Angaben sechs Geflüchtete auf. Eine ukrainische Familie traf in Brandenburg/Havel ein. Die Stadt Hamburg hatte bereits am Freitag drei bis vier Flüchtlinge im Ankunftszentrum der Hansestadt registriert.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten am Freitag über die mögliche Aufnahme von Flüchtlingen beraten. Allein Brandenburg macht sich nach den Worten von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bereit für mindestens 10 000 Ukraine-Flüchtlinge in den nächsten Tagen. Schon dieses Wochenende hält Brandenburg nach offiziellen Angaben 800 Plätze bereit.

Jean-Pierre Fellmer

USA geben Ukraine 350 Millionen Dollar für „sofortige Verteidigung“

13:17
26.02.2022
Die US-Regierung stellt Kiew bis zu 350 Millionen US-Dollar (312 Millionen Euro) zur „sofortigen Unterstützung der Verteidigung der Ukraine“ zur Verfügung. Die militärische Unterstützung werde helfen, sich gegen die Bedrohungen durch Panzer und aus der Luft zu wehren, erklärte US-Außenminister Antony Blinken am Samstag. „Das ist ein weiteres Signal, dass die Vereinigten Staaten zu den Menschen in der Ukraine stehen, während sie ihr souveränes, mutiges und stolzes Land verteidigen“, erklärte Blinken.

Mit der neuen Tranche summierten sich die Militärhilfen für die Ukraine seit dem vergangenem Jahr auf eine Milliarde US-Dollar, hieß es weiter. US-Präsident Joe Biden hatte die Auszahlung der neuen Militärhilfen in der Nacht zum Samstag angeordnet. Die USA haben der Ukraine bereits viele Waffensystem und auch Munition geliefert.

Jean-Pierre Fellmer