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Kiews Präsidentenberater: Viele tote Zivilisten in Butscha

06:20
03.04.2022
Ukrainische Truppen entdeckten in der zurückeroberten Stadt Butscha nordwestlich von Kiew Dutzende tote Zivilisten. Viele von ihnen seien von russischen Soldaten erschossen worden, twitterte Präsidentenberater Mychajlo Podoljak. "Sie waren nicht beim Militär, sie hatten keine Waffen, sie stellten keine Bedrohung dar", schrieb er. "Wie viele derartige Fälle ereignen sich gerade in den besetzten Gebieten?"

Auf einem Foto, das Podoljak in seinem Tweet teilte, waren erschossene Männer zu sehen, bei einem von ihnen waren die Hände auf dem Rücken gefesselt. Die Echtheit des Bildes konnte nicht unabhängig geprüft werden. Auch weitere Berichte ukrainischer Medien über vermeintliche Gräueltaten russischer Soldaten konnten nicht unabhängig überprüft oder bestätigt waren.

Sebastian Oldenborg

Russen ziehen aus Region um Kiew ab

06:18
03.04.2022
Gut fünf Wochen nach dem russischen Einmarsch hat die ukrainische Armee nach eigenen Angaben wieder die volle militärische Kontrolle über die Region um die Hauptstadt Kiew erlangt. "Irpin, Butscha und Hostomel und das gesamte Gebiet Kiew - vom Feind befreit", schrieb die stellvertretende Verteidigungsministerin Anna Maljar am Samstagabend auf Twitter. Vom Rückzug der Russen im Nordwesten der Metropole berichtete auch Präsidentenberater Olexij Arestowytsch. Um Kiew seien mehr als 30 Dörfer zurückerobert worden, sagte er.

Sebastian Oldenborg

Kapitel

Samstag, 2. April

Klitschko lobt deutsche Hilfe - „Geschichte wird es nie vergessen“

17:58
02.04.2022
In einer emotionalen Videobotschaft hat der frühere Box-Weltmeister Wladimir Klitschko den Deutschen und ihrer Regierung für die Hilfe im Abwehrkampf gegen die russische Invasion seiner ukrainischen Heimat gedankt. „Die Unterstützung, die Deutschland der Ukraine gewährt, ist bemerkenswert - sei es materielle Hilfe, die Bereitstellung lebenswichtiger Güter oder Waffen“, sagte Klitschko in dem am Samstag auf Twitter veröffentlichten Handy-Video, das er am Ende seines zweitägigen Aufenthalts vor dem Reichstagsgebäude in Berlin aufnahm.

Die Worte der deutschen Hymne „Einigkeit und Recht und Freiheit“ seien keine leeren Worte, sagte er. „Deutschland und die Ukraine sind vereint wie nie zuvor, weil sie gemeinsam das Völkerrecht und den zentralen Wert der Freiheit verteidigen.“ Beide Völker seien nun wirklich „Brudervölker“. Insbesondere lobte Klitschko das Engagement der Bundesregierung. Deutschland werde so seiner Verantwortung und seiner Werte gerecht. „Die Geschichte ist Zeuge und wird es nie vergessen. Danke, liebes deutsches Bruderland“, sagte Klitschko, dessen Bruder Vitali Bürgermeister von Kiew ist.

Klitschko hatte am Freitag unter anderem auch Bundeskanzler Olaf Scholz und Finanzminister Christian Lindner (FDP) getroffen. Am Donnerstag hatte er unter anderem mit Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) gesprochen.

Jan-Felix Jasch