Letztes Update:
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IAEA unterstützt Ukraine bei Sicherheit der Atomkraftwerke

09:29
29.03.2022
Angesichts der Gefahr für die ukrainischen Atomkraftwerke durch den Krieg unterstützt die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) das Land nun mit zusätzlicher Ausrüstung. IAEA-Direktor Rafael Grossi sei in die Ukraine gereist, um mit den verantwortlichen Stellen entsprechende Schritte zu beraten, teilte die IAEA am Dienstag mit. „Wir müssen dringend Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass sie (die AKWs) weiterhin sicher und geschützt betrieben werden können, um das Risiko eines nuklearen Unfalls zu verringern, der schwerwiegende Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt sowohl in der Ukraine als auch darüber hinaus haben könnte“, sagte Grossi laut Mitteilung. Beabsichtigt sei die Entsendung von Experten und Material.

Die IAEA habe detaillierte Pläne für die Sicherheitshilfe für die Nuklearstandorte der Ukraine ausgearbeitet, zu denen 15 Kernkraftwerke in vier Anlagen sowie der Standort Tschernobyl gehörten, so die Behörde weiter. Dort befänden sich nach dem Unfall von 1986 Einrichtungen zur Entsorgung radioaktiver Abfälle.

Sebastian Oldenborg

Bundespolizei zählt etwa 278.000 Ukraine-Flüchtlinge

08:52
29.03.2022
Die Zahl der neu ankommenden Flüchtlinge aus der Ukraine nimmt leicht ab. Wie das Bundesinnenministerium am Dienstag mitteilte, hat die Bundespolizei seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine 278.008 Kriegsflüchtlinge in Deutschland festgestellt.

Damit wurden seit dem Vortag 5670 neu angekommene Geflüchtete erfasst. In der vergangenen Woche waren täglich etwa 7000 Einreisen festgestellt worden. In den Wochen zuvor hatte die Bundespolizei pro Tag jeweils mehr als 10.000 Menschen aus der Ukraine gezählt, die in Deutschland Zuflucht suchten.

Da es keine festen Grenzkontrollen gibt und Menschen mit ukrainischem Pass für 90 Tage visumsfrei einreisen können, dürfte die Zahl der Geflüchteten aus der Ukraine in Deutschland insgesamt tatsächlich deutlich höher liegen.

Sebastian Oldenborg

Ukrainische Armee: Russen bei Krywyj Rih zurückgedrängt

08:10
29.03.2022
Die ukrainische Armee hat eigenen Angaben zufolge russische Truppen bei der südukrainischen Großstadt Krywyj Rih zurückgedrängt. „Die Besatzer befinden sich nicht näher als 40 Kilometer von der Stadt entfernt“, sagte der Chef der Militärverwaltung der Stadt, Olexander Wilkul, in einer am Dienstag bei Facebook veröffentlichten Videobotschaft. Teils hätten sich russische Einheiten über die Grenze des Gebiets Dnipropetrowsk ins benachbarte Cherson zurückgezogen. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Krywyj Rih ist die Heimatstadt von Präsident Wolodymyr Selenskyj. Vor dem Krieg lebten dort etwa 600.000 Menschen. Zwischenzeitlich seien die Russen bis etwa zehn Kilometer an die Industriestadt heran gekommen, hieß es von ukrainischer Seite.

Sebastian Oldenborg

Ukraine-Krieg: Kiew kündigt drei Fluchtkorridore an

08:02
29.03.2022
Die ukrainische Regierung hat eigenen Angaben zufolge für Dienstag mit den russischen Truppen drei Fluchtkorridore für die Evakuierung von Zivilisten ausgehandelt. Aus der belagerten Hafenstadt Mariupol im Gebiet Donezk soll es möglich sein, mit privaten Autos über Berdjansk nach Saporischschja zu fahren, sagte Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk am Dienstag. Zudem seien 34 Busse von Saporischschja nach Berdjansk am Asowschen Meer unterwegs. Diese sollen Menschen aus Mariupol mitnehmen, die eigenständig in das knapp 70 Kilometer entfernte Berdjansk gelangt sind. Angaben örtlicher Behörden zufolge harren in Mariupol von den einst 440.000 Einwohnern immer noch mehr als 100.000 aus.

Zwei weitere Korridore seien im Gebiet Saporischschja für die Atomkraftwerksstadt Enerhodar und die Großstadt Melitopol vereinbart worden. Busse des Zivilschutzes seien unterwegs.

Sebastian Oldenborg