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Biden erwartet langen Konflikt zwischen Demokratie und Autokratie

17:42
26.03.2022
US-Präsident Joe Biden hat die Welt auf einen langen Konflikt um die künftige internationale Ordnung eingestimmt. Es gehe um eine „große Schlacht zwischen Demokratie und Autokratie, zwischen Freiheit und Unterdrückung, zwischen einer regelbasierten Ordnung und einer, die von brutaler Gewalt bestimmt wird“, sagte Biden am Samstagabend in einer Rede in Warschau. „Wir müssen dabei klar sehen: Diese Schlacht wird nicht in Tagen geschlagen werden oder in Monaten. Wir müssen uns für einen langen Kampf stählen.“
Biden hielt eine als historisch angekündigte Rede zum Abschluss seiner zweitägigen Polenreise. Diese war bestimmt vom russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Jean-Pierre Fellmer

US-Präsident Biden an die Ukrainer: „Wir halten zu Euch“

17:33
26.03.2022
US-Präsident Joe Biden hat den Menschen in der Ukraine die Unterstützung der Vereinigten Staaten zugesichert. „Wir halten zu Euch“, sagte Biden am Samstag in Warschau zum Abschluss eines zweitägigen Besuchs in Polen. Russland versuche, die Demokratie im eigenen Land zu zermalmen und gefährde auch die Nachbarländer. Es gebe für den brutalen russischen Angriffskrieg in der Ukraine keine Rechtfertigung, sagte Biden. Zuvor hatte sich Biden in Warschau auch mit ukrainischen Flüchtlingen und zwei Ministern der Regierung in Kiew getroffen.
Biden sprach im Warschauer Königsschloss, das als Symbol der im Zweiten Weltkrieg einst großteils zerstörten und später wiederaufgebauten polnischen Hauptstadt gilt.

Jean-Pierre Fellmer

Kreml verurteilt Bidens „Schlächter“-Äußerung über Putin

17:31
26.03.2022
Kremlsprecher Dmitri Peskow hat Äußerungen von US-Präsident Joe Biden scharf kritisiert. Biden hatte den russischen Präsidenten Wladimir Putin am Samstag in Warschau einen „Schlächter“ genannt. Derartige „persönliche Beleidigungen“ schränkten die Möglichkeit bilateraler Kontakte mit der US-Regierung weiter ein, sagte Peskow in Moskau. Es sei „zumindest merkwürdig“, solche Worte von Biden zu hören, der im Kosovokrieg 1999 zu Bombenabwürfen auf Serbien aufgerufen habe. „Er hat zum Töten von Menschen aufgerufen“, sagte Peskow am Samstag der Agentur Tass zufolge. Der russische Parlamentspräsident Wjatscheslaw Wolodin nannte Bidens Äußerung „hysterisch“.
Nach einem Treffen mit ukrainischen Flüchtlingen in der polnischen Hauptstadt Warschau am Samstag hatte Biden Putin einen „Schlächter“ genannt, auf englisch „Butcher“. In den Tagen zuvor hatte der US-Präsident den russischen Staatschef auch als „Kriegsverbrecher“ und als „mörderischen Diktator“ bezeichnet. Das russische Außenministerium bestellte deshalb den US-Botschafter in Moskau, John Sullivan, ein und überreichte ihm eine Protestnote. Putin hatte am 24. Februar den russischen Angriff auf das Nachbarland Ukraine befohlen.

Jean-Pierre Fellmer

Morawiecki: Polen strebt keine Verteilung der Flüchtlinge an

16:59
26.03.2022
Polen beabsichtigt nach Angaben von Regierungschef Mateusz Morawiecki nicht, die aus der Ukraine aufgenommenen Flüchtlinge auf andere Länder zu verteilen. „Wir werden uns nicht um eine Verteiligung bemühen. Wenn jemand bei uns bleiben will, dann kann er bleiben, wenn jemand weiterreisen will, reist er weiter“, sagte Morawiecki am Samstag am Rande des Besuchs von US-Präsident Joe Biden in Warschau. Polen verhandele derzeit mit den Staats- und Regierungschefs anderer Länder darum, wie diese die Polen dabei unterstützen könnten, den Ukrainern zu helfen, sagte Morawiecki.

Jean-Pierre Fellmer