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Mehr als 6,5 Millionen innerhalb der Ukraine auf der Flucht

21:51
21.03.2022
In der Ukraine sind mehr als 6,5 Millionen Menschen im eigenen Land durch die russischen Angriffe vertrieben worden. Sie mussten ihre Häuser, Wohnungen, Dörfer und Städte wegen der Raketenangriffe und Bombardierungen verlassen, berichtete die UN-Organisation für Migration (IOM) am Montag in Genf.

Hinzu kommen fast 3,5 Millionen Menschen, die in den dreieinhalb Wochen seit Kriegsbeginn nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) über die Grenzen in Nachbarstaaten geflohen sind. Damit ist praktisch ein Viertel der einstigen Bevölkerung betroffen. In der Ukraine lebten vor Beginn der russischen Invasion rund 44 Millionen Menschen. Unter den Geflüchteten waren mindestens 186 000 Menschen aus anderen Ländern.

Nach IOM-Angaben sind 13,5 Prozent der Geflohenen schon einmal vertrieben worden, 2014 oder 2015. In der Zeit brannten die Kämpfe um die prorussischen Separatistenregionen im Osten des Landes auf und Russland annektierte die ukrainische Halbinsel Krim. Hunderttausende Menschen mussten fliehen.

Die Vertriebenen brauchen nach Angaben von IOM vor allem Medikamente, ärztliche Betreuung und Bargeld. Unter ihnen seien viele besonders schutzbedürftige Menschen: schwangere und stillende Frauen, Ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten sowie Menschen, die unmittelbar von Gewalt betroffen sind.

Michael Rabba

Russland berichtet von mehr als 500 ukrainischen Kriegsgefangenen

21:29
21.03.2022
Russland hat eigenen Angaben zufolge mehr als 500 ukrainische Soldaten gefangengenommen. Dem Internationalen Roten Kreuz seien Dokumente zum Austausch gegen russische Soldaten übermittelt worden, sagte die Menschenrechtsbeauftragte der Regierung, Tatjana Moskalkowa, am Montag dem Staatssender RT. „Das sind ukrainische Gefangene, die wir auszutauschen bereit sind.“ Die Ukraine sprach zuletzt von mehr als 560 russischen Kriegsgefangenen.

In der vergangenen Woche war der zwischenzeitlich entführte Bürgermeister der ukrainischen Stadt Melitopol, Iwan Fedorow, im Austausch gegen neun russische Soldaten freigekommen. Angaben aus Kiew zufolge handelte es sich um Wehrdienstleistende, die im Krieg Russlands gegen die Ukraine eingesetzt waren.

Michael Rabba

Russland wirft Ukraine mangelnde Mitwirkung bei Fluchtkorridoren vor

21:06
21.03.2022
Russland hat der Ukraine mangelnde Mitwirkung bei der Evakuierung von Zivilisten durch so genannte Fluchtkorridore vorgeworfen. Die ukrainische Seite habe am Montag keinem einzigen Korridor zugestimmt, um Menschen nach Russland zu bringen, sagte Generalmajor Michail Misinzew am Montagabend. Millionen Zivilisten würden von der ukrainischen Armee als „menschliche Schutzschilder“ festgehalten. Kiew hingegen wirft Moskau immer wieder vor, Ukrainer gegen ihren Willen nach Russland zu bringen.

Aus dem russischen Verteidigungsministerium hieß es am Abend außerdem, ukrainische „Nationalisten“ planten Schießstände in Krankenhäusern der Städte Odessa und Tschernihiw. Dafür gab es keine Belege. Russland hatte vor knapp zwei Wochen mit einem Angriff auf eine Geburtsklinik in der belagerten Hafenstadt Mariupol international für Entsetzen gesorgt. Später hieß es aus Moskau, das Gebäude sei von ukrainischen Kämpfer genutzt worden. Die Ukraine sowie die Vereinten Nationen hingegen betonten, zum Zeitpunkt der Attacke seien dort Patienten behandelt worden.

Michael Rabba