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Xi: China und USA sollen sich gemeinsam für Frieden einsetzen

15:19
18.03.2022
Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping hat an US-Präsident Joe Biden appelliert, sich gemeinsam mit der Volksrepublik für Frieden in der Welt einzusetzen. „Die Krise in der Ukraine ist etwas, das wir nicht sehen wollen“, sagte Xi Jinping nach einem Bericht des staatlichen Fernsehsenders CCTV am Freitag in einem Telefonat mit Biden. Als ständige Mitglieder des UN-Sicherheitsrats und wichtigste Volkswirtschaften der Welt sollten beide Staaten auch „internationale Verantwortung übernehmen und Anstrengungen für Frieden und Ruhe in der Welt unternehmen“. Von amerikanischer Seite gab es zunächst keine Angaben zum Verlauf des Telefonats.

Sebastian Oldenborg

Ukrainischer Abgeordneter: Wohl mehr Personen in Theater in Mariupol

14:28
18.03.2022
In dem bombardierten Theater in der ukrainischen Stadt Mariupol könnten sich noch mehr Menschen befunden haben als bisher angenommen. Der ukrainische Abgeordnete Serhij Taruta schrieb in der Nacht zu Freitag auf Facebook, dort seien zuletzt offenbar noch mindestens 1300 Menschen gewesen. Das habe er von Personen erfahren, die im Theater gewesen und aus Mariupol hinausgekommen seien. Davor war der Stadtrat von rund 1000 Personen ausgegangen, die dort Schutz gesucht hatten.

Aussagen der ukrainischen Abgeordneten Olga Stefanyschyna zufolge wurden am Donnerstag rund 130 Zivilisten aus dem Theater gerettet. Taruta schrieb auf Facebook weiter, es sei noch immer unklar, wie viele Verletzte und Tote es gebe. Es bestehe die Sorge, dass es nach dem andauernden Beschuss der Stadt durch russische Truppen niemanden mehr gäbe, der die Menschen dort retten könne. „Niemand räumt die Trümmer weg.“ Die Rettungsdienste seien durch die russische Blockade faktisch ausgeschaltet worden.

Das Gebäude war ukrainischen Angaben zufolge am Mittwoch durch einen gezielten russischen Bombenabwurf weitgehend zerstört worden. Russland wiederum machte das ukrainische nationalistische Regiment Asow für die schwere Explosion verantwortlich.

Jan-Felix Jasch

Bürgermeister Lwiws bittet um Hilfe für Kriegsflüchtlinge

13:56
18.03.2022
Der Bürgermeister der westukrainischen Stadt Lwiw, Andrij Sadowij, hat angesichts von Hunderttausenden Kriegsflüchtlingen um internationale Hilfe gebeten. Am dringendsten benötigt werde Geld für die Versorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln und Medikamenten sowie für den Bau von Containerhäusern, mobilen Duschen und Toiletten, sagte Sadowij der „Süddeutschen Zeitung“ am Freitag. „Wir können die Menschen ja nicht ewig in einem Turnsaal oder auf einer Theaterbühne unterbringen.“

Auf dem Flughafen von Lwiw (früher: Lemberg) waren am Freitag mehrere russische Raketen eingeschlagen. Die Weltkulturerbe-Stadt liegt rund 80 Kilometer von der Grenze zum Nato-Mitglied Polen entfernt. Die Stadt Lwiw und die gleichnamige Region haben Sadowij zufolge jeweils rund 200.000 geflüchtete Menschen aufgenommen.

Sebastian Oldenborg

Putin-Rede im Staatsfernsehen zwischenzeitlich unterbrochen

13:43
18.03.2022
Im russischen Staatsfernsehen ist die Übertragung einer Rede von Kremlchef Wladimir Putin am Freitag zwischenzeitlich unterbrochen worden. Erst nach mehreren Minuten wurde die Berichterstattung von dem Auftritt im Moskauer Luschniki-Stadion fortgesetzt - zunächst ohne Angabe von Gründen. Putin hatte vor Zehntausenden jubelnden Menschen die „militärische Spezial-Operation“ in der Ukraine gelobt. Dann zeigte das Staatsfernsehen plötzlich aufgezeichnete Bilder. Später wurde Putin erneut eingeblendet. Es wurde auch gezeigt, wie er seine Rede beendete.

Der Kreml hat als Grund für die Unterbrechung später technische Probleme angegeben. Es habe eine Panne auf einem Server gegeben, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Wie es zu der mutmaßlichen Panne kommen konnte, war zunächst unklar.

Putin betonte in seiner Rede, in der Ukraine würden alle Pläne umgesetzt. Im Stadion schwenkten die Menschen die russischen Staatsflaggen und Fahnen mit dem Buchstaben Z, der als Symbol für die „militärische Spezial-Operation“ steht. Die Menschen riefen: „Für Russland. Für den Sieg.“ Über der Bühne, auf der Putin auftrat, stand: „Für eine Welt ohne Nazismus“. Anlass des Auftritts war der achte Jahrestag der Einverleibung der Schwarzmeer-Halbinsel Krim am 18. März 2014.

Sebastian Oldenborg