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Kiew deckt sich mit Lebensmitteln ein für mögliche russische Blockade

12:42
13.03.2022
Die ukrainische Hauptstadt Kiew bereitet sich auf eine mögliche Blockade durch russische Truppen vor. Es seien Vorräte mit Lebensmitteln angelegt worden, um zwei Millionen Kiewer zwei Wochen lang zu versorgen, sagte der Vizechef der Stadtverwaltung, Walentyn Mondryjiwskyj, am Sonntag. "Diese zwei Millionen Kiewer, die ihre Häuser nicht verlassen haben, werden nicht allein gelassen.“

Bürgermeister Vitali Klitschko hatte zuletzt gesagt, dass Hunderttausende Einwohner Kiew bereits verlassen hätten und sich noch weniger als zwei Millionen Menschen in der Metropole aufhielten.

Sebastian Oldenborg

Deutsche Autobahn-Kameras wegen Ukraine-Kriegs offline

12:08
13.03.2022
Vor dem Hintergrund des Kriegs in der Ukraine werden derzeit keine Live-Bilder deutscher Autobahnen mehr im Internet veröffentlicht. Wie das Bundesverkehrsministerium am Sonntag auf Anfrage mitteilte, stehen die Verkehrskameras der Autobahn GmbH des Bundes „aufgrund der aktuellen sicherheitspolitischen Entwicklungen in Europa“ derzeit nicht zur Verfügung. Man hoffe jedoch, den Service bald wieder anbieten zu können.

Jean-Pierre Fellmer

Erneut große Friedensdemonstration in Berlin gegen Russlands Krieg

11:52
13.03.2022
Erneut sind Tausende Menschen in Berlin bei einer großen Friedensdemonstration gegen den Krieg Russlands in der Ukraine auf die Straße gegangen. Sie versammelten sich am Sonntagmittag auf dem Alexanderplatz und liefen Richtung Brandenburger Tor. Die Demonstration erhielt auch nach dem Start weiter großen Zulauf. Eine konkrete Teilnehmerzahl stand zunächst noch nicht fest.

Unter den Demonstranten waren junge wie alte Menschen, auch Familien mit Kindern beteiligten sich. Manche hatten Luftballons in blau und gelb, den Farben der Ukraine, dabei. Andere trugen selbstbeschriebene Transparente mit Aufschriften wie „Stop War“, „Peace“, „Wo bleibt die Impfung gegen Krieg“ und Beschimpfungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin. 550 Polizisten waren im Einsatz. Die Stimmung war friedlich, die allermeisten Teilnehmer trugen Corona-Masken. 

Jean-Pierre Fellmer

Bürgerrechtler: Viele Festnahmen bei neuen Protesten in Russland

11:40
13.03.2022
Bei neuen Demonstrationen gegen den Krieg in der Ukraine sind in Russland nach Angaben von Bürgerrechtlern landesweit mehr als 60 Menschen festgenommen worden. Zu den Festnahmen sei es bei Protesten in 14 Städten gekommen, teilte die Organisation Owd-Info am Sonntagmittag mit. Es wurde damit gerechnet, dass diese Zahl im Laufe des Tages weiter steigt. Aktionen gab es demnach etwa in Wladiwostok im äußersten Osten Russlands und in Irkutsk am Baikalsee sowie in der sibirischen Stadt Tomsk.

Bilder und Videos in sozialen Netzwerken zeigten, wie Menschen von Polizisten mit Schutzhelmen und schwerer Ausrüstung weggezerrt wurden. Insgesamt wurden den Angaben von Owd-Info seit Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine am 24. Februar mehr als 13.800 Menschen festgenommen.

In der Hauptstadt Moskau war ein bei Touristen beliebter Platz direkt am Kreml mit Metallgittern weiträumig abgesperrt. Für den Fall neuer Proteste standen Hundertschaften der Sonderpolizei OMON bereit, teils mit schusssicheren Westen und Helmen. Bewaffnete waren auch vor der Staatsduma zu sehen. Viele Gefangenen-Transporter standen bereit.

Sebastian Oldenborg