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Deutsche Bank: Fahren verbliebenes Geschäft in Russland herunter

13:28
12.03.2022
Die Deutsche Bank ist nach der russischen Invasion in die Ukraine dabei, ihr Geschäft in Russland herunterzufahren. Auch werde dort kein Neugeschäft mehr gemacht, wie das Kreditinstitut am Freitagabend mitteilte. "Gleichzeitig helfen wir unseren bestehenden nichtrussischen, internationalen Kunden dabei, ihren Geschäftsbetrieb im Land zu verringern."

Die Bank betonte jetzt, sie habe Engagement und Präsenz in Russland seit 2014 erheblich verkleinert. "Wie einige unserer internationalen Wettbewerber sind wir dabei, unser verbleibendes Geschäft in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben herunterzufahren." In den vergangenen Tagen hatten bereits die US-Banken Goldman Sachs und JPMorgan den Rückzug vom russischen Markt angekündigt.

"Wir verurteilen die russische Invasion in der Ukraine aufs Schärfste und unterstützen die Bundesregierung und ihre Partner darin, unsere Demokratie und unsere Freiheit zu verteidigen", schrieb die Deutsche Bank.

Sebastian Oldenborg

Separatisten erobern Stadtteile von Mariupol

12:36
12.03.2022
Die prorussischen Separatisten setzen mit Unterstützung russischer Truppen ihren Vormarsch in der eingeschlossenen ukrainischen Hafenstadt Mariupol nach Angaben aus Kiew fort. Der Feind habe östlich gelegene Randbezirke erobert, teilte das ukrainische Militär am Samstag mit. Zuvor hatte das russische Verteidigungsministerium bereits die Einnahme mehrerer Stadtteile gemeldet. Mariupol am Asowschen Meer mit 400.000 Einwohnern wird seit Tagen belagert. Die humanitäre Lage spitzt sich dramatisch zu.

Die umkämpfte Kleinstadt Isjum im Gebiet Charkiw an der Grenze zum Donezker Gebiet soll laut ukrainischen Angaben bereits etwa zur Hälfte unter russischer Kontrolle stehen. Der Feind habe sich im nördlichen Teil der Stadt verschanzt. Das ließ sich nicht überprüfen.

Sebastian Oldenborg

Belarus: Fünf Kampfgruppen sichern Grenze gegen ukrainische Angriffe

12:12
12.03.2022
Angeblich zur Sicherung gegen ukrainische Angriffe entsendet das autoritär regierte Belarus fünf Kampfgruppen an seine südliche Grenze. Die Einheiten sollten gemeinsam mit Grenzschutztruppen verhindern, dass „nationalistische bewaffnete Formationen“ aus der Ukraine nach Belarus einsickern, sagte Vizeverteidigungsminister Viktor Gulewitsch einer Mitteilung vom Samstag zufolge.

Sie würden dann von anderen Einheiten ersetzt. „Die Truppenbewegungen stehen in keiner Weise im Zusammenhang mit einer Vorbereitung und noch weniger mit einer Teilnahme belarussischer Soldaten an der Spezial-Operation auf dem Territorium der Ukraine.“

Die Ukraine wirft dem Nachbarland vor, es plane den Kriegseintritt an der Seite Russlands. Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko dementiert dies vehement und bietet sein Land als Ort für Verhandlungen an. Von Belarus aus greifen russische Streitkräfte mit Kampfjets und Raketen Ziele in der Ukraine an.

Sebastian Oldenborg