Letztes Update:
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Bürgerrechtler: Über 160 Festnahmen bei Anti-Kriegs-Demos in Russland

16:45
24.02.2022
Bei Demonstrationen gegen den Einmarsch ins Nachbarland Ukraine sind in Russland nach Angaben von Bürgerrechtlern mehr als 160 Menschen festgenommen worden. Das Bürgerrechtsportal Owd-Info zählte bis zum frühen Donnerstagabend 167 Festnahmen in mehr als 20 russischen Städten. Die Organisation veröffentlichte im sozialen Netzwerk Telegram Fotos von Menschen, die alleine oder in kleineren Gruppen Plakate mit Solidaritätsbekundungen für die Ukraine in die Höhe hielten. Bei den Festnahmen sollen demnach auch Demonstranten geschlagen worden sein.

Russische Behörden hatten zuvor eindringlich vor Protestaktionen gewarnt und mit Festnahmen gedroht. Russische Sicherheitskräfte sind bekannt dafür, oft mit Härte vor allem gegen oppositionelle Demonstranten vorzugehen.

Sebastian Oldenborg

G7 fordert Russland zu Ende von Blutvergießen in Ukraine auf

16:23
24.02.2022
Die USA, Deutschland und fünf weitere führende demokratischen Wirtschaftsmächte (G7) haben Russland eindringlich aufgefordert, dass Blutvergießen in der Ukraine zu stoppen und seine Truppen abzuziehen. Die Staats- und Regierungschefs der Siebenergruppe verurteilten nach einer Videoschalte unter Leitung von Bundeskanzler Olaf Scholz am Donnerstag in einer gemeinsamen Erklärung den russischen Angriff auf die Ukraine. Sie riefen die Weltgemeinschaft auf, „in der schärfsten Weise“ dagegen zu protestieren und „Schulter an Schulter“ mit der Ukraine zu stehen. Deutschland hat in der G7 derzeit den Vorsitz.

Sebastian Oldenborg

Ukraine: Kontrolle über Gebiete im Süden verloren

16:05
24.02.2022
Nach dem Einmarsch russischer Truppen haben die ukrainischen Behörden nach eigenen Angaben die Kontrolle über Teile im Süden des Landes verloren. Das teilte die Regionalverwaltung des Gebiets Cherson am Donnerstag mit. Die Stadt Cherson liegt am Fluss Dnipro. Auch das Gebiet Henitschesk stehe nicht mehr unter ukrainischer Kontrolle.

Es gab bereits am Nachmittag Bilder, die zeigen, dass russsiche Truppen am Dnipro den Staudamm von Nowa Kachowka erobert haben sollen. Befürchtet wird, dass Russland auch in die Schwarzmeer-Stadt Odessa einmarschiert. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einer schwierigen Lage im Süden des Landes.

Sebastian Oldenborg

Russischer Honorarkonsul Wiese wirft hin

16:01
24.02.2022
Der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Heino Wiese aus Kirchweyhe hat seinen ehrenamtlichen Posten als Honorarkonsul von Russland in Hannover hingeworfen. Das entsprechende Rücktrittsgesuch habe er am Donnerstag an die russische Botschaft in Berlin geschickt, sagte der Unternehmensberater dem WESER-KURIER. „Ich bin tieftraurig, dass es zu dieser Situation gekommen ist. Aber nachdem ich bis gestern die Handlungen des russischen Präsidenten weitgehend nachvollziehen konnte, kann ich die heutigen Schritte nicht mehr guten Gewissens rechtfertigen.“ Der kriegerische Akt gegen die Ukraine habe für ihn das Fass zum Überlaufen gebracht.

Der langjährige Landesgeschäftsführer der Niedersachsen-SPD und Vertraute von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder gab dabei dem Westen eine Mitschuld. „Auch wir müssen einmal mehr feststellen, dass Abrüstung und Dialog, nicht zusätzliche militärische Eskalation und Aufrüstung der Weg zum Frieden ist. Da haben die Nato, die USA und auch Deutschland viele Signale der Russen, dass sie sich bedroht fühlen, ignoriert.“ Wiese kündigte an, seine Arbeit für die deutsch-russische Freundschaft auch ohne Amt mit großem Engagement fortsetzen zu wollen.

Sebastian Oldenborg