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Ukrainische Behördenvertreter melden Beschuss mehrerer Städte

05:11
10.03.2022
Ukrainische lokale Behördenvertreter haben in der Nacht zu Donnerstag aus mehreren Städten Beschuss gemeldet. Russische Flugzeuge hätten die Umgebung der nordostukrainischen Großstadt Sumy bombardiert, schrieb der Chef der Gebietsverwaltung von Sumy, Dmytro Schywyzkyj, auf Telegram. In der Stadt Ochtyrka südlich von Sumy seien erneut Wohngebiete beschossen worden. Es gebe zudem Informationen, dass dort auch eine Gasleitung getroffen worden sei.

Der Bürgermeister der südukrainischen Stadt Mykolajiw berichtete ebenso von Beschuss durch Mehrfachraketenwerfer, aus nördlicher Richtung kommend. „Entweder sie testen die Robustheit unserer Kontrollpunkte, oder sie bereiten sich auf eine Offensive vor“, sagte Bürgermeister Olexandr Senkewitsch in einem Live-Video auf Facebook. Er rief die Menschen dazu auf, im Keller zu übernachten. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

Jan-Felix Jasch

Bundesbildungsministerin möchte geflüchtete Lehrer an Schulen bringen

03:40
10.03.2022
Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger möchte geflüchtete Lehrerinnen und Lehrer aus der Ukraine an Schulen und Kitas in Deutschland arbeiten lassen. Russlands Präsident Wladimir Putin zwinge Frauen und Kinder in die Flucht, die nun verstärkt in Deutschland ankämen, sagte die FDP-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstag). Für geflüchtete Kinder und Jugendliche würden ausreichend Kita- und Schulplätze benötigt. Es brauche eine schnelle Lösung. „Dabei werden sicher auch geflüchtete ukrainische Lehrkräfte helfen wollen und können“, sagte Stark-Watzinger.

Am Donnerstag kommen die Kultusminister der Länder in Lübeck zu Kultusministerkonferenz (KMK) zusammen. Die KMK-Präsidentin und schleswig-holsteinische Kultusministerin Karin Prien (CDU) hatte angekündigt, dass es darum gehe, allen nach Deutschland geflüchteten Kindern schnell ein schulisches Angebot zu machen. Vor dem Beginn der Konferenz treffen sich die Kultusminister zum Gespräch mit der ukrainischen Generalkonsulin Iryna Tybinka.

Jan-Felix Jasch

BA-Chef sichert Ukraine-Geflüchteten Hilfe bei Arbeitssuche zu

02:09
10.03.2022
Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, hat Geflüchteten aus der Ukraine unbürokratische Unterstützung bei der Arbeitssuche zugesichert. „Wenn es dazu kommen sollte, dass die Menschen länger bei uns bleiben und sie Arbeit suchen oder eine Ausbildung machen wollen, sind wir selbstverständlich vorbereitet und gut aufgestellt, um möglichst schnell und unbürokratisch zu helfen“, sagte Scheele dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag).

„Nach ersten Einschätzungen unseres Forschungsinstituts IAB sind viele der Menschen aus der Ukraine gut qualifiziert“, sagte er. „Rund die Hälfte hatte in der Vergangenheit einen Hochschulabschluss oder vergleichbare Abschlüsse, ein Viertel höhere Schulabschlüsse.“

Die Bundesagentur für Arbeit sei mit Kolleginnen und Kollegen im ganzen Bundesgebiet im regelmäßigen Austausch. „Wir gehen in den in den Kommunen bereits jetzt auf alle Beteiligten zu und reaktivieren die Netzwerke, die wir in der letzten Fluchtmigrationsbewegung ab 2014 erfolgreich aufgebaut haben“, sagte der BA-Chef dem RND weiter.

Jan-Felix Jasch