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Selenskyj über polnische Kampfjets: „Problem besteht in der Logistik“

12:05
09.03.2022
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich skeptisch gezeigt, dass sein Land tatsächlich polnische Kampfjets vom Typ MiG-29 erhält. „Wir sind Polen dankbar für die Alternative - für die Bereitschaft, der Ukraine Kampfflugzeuge zu übergeben. Das Problem besteht nur in der Logistik“, sagte das Staatsoberhaupt in einer am Mittwoch veröffentlichten Videobotschaft. Das sei von der Sache her ein technisches Problem. „Das muss gelöst werden! Unverzüglich.“

Das polnische Außenministerium hatte am Dienstagabend mitgeteilt, die Regierung sei bereit, MiG-29-Kampfjets unverzüglich und kostenlos auf den US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz zu verlegen und den USA zur Verfügung zu stellen. Das US-Verteidigungsministerium bezeichnete den Vorschlag Polens inzwischen als „nicht haltbar“. Die Vorstellung, dass Kampfflugzeuge, die dem US-Militär übergeben worden seien, im Krieg mit Russland von einem US- beziehungsweise Nato-Stützpunkt in Deutschland in den umkämpften ukrainischen Luftraum flögen, werfe „ernsthafte Bedenken für das gesamte Nato-Bündnis auf“, erklärte Pentagon-Sprecher John Kirby.

Jan-Felix Jasch

Städte beraten über Auswirkungen des Ukraine-Kriegs

11:10
09.03.2022
Die Folgen des Ukraine-Kriegs beschäftigen am Mittwoch (10.00 Uhr) auch die niedersächsische Städteversammlung. Dabei geht es unter anderem um die Aufnahme und Verteilung der geflüchteten Menschen, ihre Integration sowie ihren Zugang zu Arbeitsmarkt, Schule und Kinderbetreuung, wie der Städtetag (NST) ankündigte. Viele Themen von 2015, als Hunderttausende Migranten nach Deutschland kamen, seien jetzt wieder aktuell. Weitere Themen der Städtevertreter sollen die Ganztagsbetreuung an Grundschulen sowie der Klimaschutz sein. Die Corona-Pandemie spiele hingegen nur eine nachrangige Rolle.

Als Redner werden unter anderem Ministerpräsident Stephan Weil, Landtagspräsidentin Gabriele Andretta (beide SPD) und Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) erwartet.

Jan-Felix Jasch