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20221012151657

Kanada und Niederlande kündigen weitere Hilfe für Ukraine an

15:16
12.10.2022
Kanada und die Niederlande haben der Ukraine weitere Militärhilfe zugesagt. Die kanadische Verteidigungsministerin Anita Anand sprach am Mittwoch in Brüssel von einem Paket im Wert von 50 Millionen Dollar (etwa 51,5 Millionen Euro). Dies solle unter anderem aus Winterausrüstung wie Handschuhen, Stiefeln, Parkas und Hosen bestehen, sagte die Ministerin am Rande eines Treffens der sogenannten internationalen Ukraine-Kontaktgruppe, über die Waffenlieferungen an das Land koordiniert werden. Zudem sollten der Ukraine im Krieg gegen Russland Kameras für Drohnen sowie Kommunikationsdienste zur Verfügung gestellt werden.

Die Niederlande kündigten unterdessen die Lieferung weiterer Luftabwehrraketen an die Ukraine an. Angesichts der jüngsten Raketenangriffe Russlands auf ukrainische Städte müsse das Land sich weiterhin verteidigen können, sagte Verteidigungsministerin Kajsa Ollongren in Brüssel. „Das einzige, was Putin hiermit erreicht, ist, dass wir noch mehr liefern.“ Einzelheiten zu der Waffenhilfe, etwa die Zahl der Raketen, wollte die Ministerin nicht nennen. Es würden Geschosse im Wert von 15 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Die Niederlande erwägen auch einen Beitrag für die Winterausrüstung der ukrainischen Armee.

dpa

Melnyk bittet Deutschland um weitere Luftverteidigungssysteme

14:12
12.10.2022
Der scheidende Botschafter der Ukraine in Deutschland, Andrij Melnyk, hat der Bundesregierung für die erfolgte Lieferung des ersten Luftverteidigungssystems Iris-T SLM gedankt. Für die Menschen in der Ukraine bedeute es, besser gegen Angriffe geschützt zu sein, sagte Melnyk am Mittwoch in Berlin der Deutschen Presse-Agentur. Die vereinbarte Lieferung von nun noch drei weiteren Systemen sei ein wichtiger Schritt, sollte aber um zusätzliche Waffensysteme ergänzt werden. Dazu seien Entscheidungen der Bundesregierung schon jetzt nötig.

„Denn sie sehen: Putin führt diesen Krieg vor allem gegen Städte, gegen Menschen, gegen Infrastrukturobjekte, gegen Kraftwerke. Und deswegen müssen viel mehr Systeme kommen, auch aus Deutschland. Es müssen Aufträge schon heute erteilt werden, damit wir die Systeme nicht im Jahre 2024 bekommen“, sagte Melnyk. Und: „Das ist mein Appell und das ist meine große Bitte an den Bundeskanzler (Olaf Scholz), weiterhin diesen Weg zu gehen.“

dpa