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UN-Generalsekretär „zutiefst schockiert“ von Angriffen auf Ukraine

18:50
10.10.2022
UN-Generalsekretär António Guterres hat sich „zutiefst schockiert“ von den russischen Raketenangriffen auf die Ukraine gezeigt. „Dies stellt eine weitere inakzeptable Eskalation des Krieges dar, und wie immer zahlen die Zivilisten den höchsten Preis“, teilte UN-Sprecher Stephane Dujarric am Montag mit. Guterres habe mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über die Lage gesprochen.

Die Attacken, bei denen landesweit mehrere Menschen getötet wurden, gelten als Reaktion des Kremls auf die Explosion an der für Russland strategisch wichtigen Brücke zur annektierten Halbinsel Krim.

Michael Rabba

Macron: Russische Angriffe tiefgreifende Veränderung im Ukraine-Krieg

17:37
10.10.2022
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die Angriffe Russlands auf Städte in der Ukraine scharf kritisiert. „Die vorsätzlichen Angriffe Russlands auf dem gesamten Territorium der Ukraine und gegen Zivilisten stellen eine tiefgreifende Veränderung in der Natur dieses Krieges dar“, sagte er Medienberichten zufolge am Montag im französischen Château-Gontier. Er werde sich in Paris mit seinen diplomatischen und militärischen Beratern treffen, um eine Bestandsaufnahme der Situation vorzunehmen.

Macron hatte am Morgen bereits mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj telefoniert und seine große Besorgnis ausgedrückt.

Michael Rabba

Lukaschenko kündigt gemeinsame Militäreinheit mit Russland an

16:29
10.10.2022
Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat die Bildung einer gemeinsamen regionalen Militäreinheit der Streitkräfte seines Landes mit der russischen Armee angekündigt. Dies habe er mit Russlands Präsident Wladimir Putin beim informellen Gipfel der Staatschefs der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) in Sankt Petersburg vereinbart, sagte Lukaschenko am Montag nach Angaben der Staatsagentur Belta. „Die Basis dieser Einheit sind die Streitkräfte der Republik Belarus.“ Grund für den Schritt seien die wachsenden Spannungen an der Grenze zur Ukraine, sagte der 68-Jährige weiter. Über inoffizielle Kanäle habe er erfahren, dass die Ukraine Angriffe auf das Territorium von Belarus plane. Man müsse daher darüber nachdenken, wie sich die Sicherheit des Landes erhöhen lasse.

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell sprach in einer Stellungnahme von falschen Beschuldigungen. Die Ukraine sei das Opfer, nicht der Täter, sagte der Spanier. „Solche unbegründeten Anschuldigungen sind völlig inakzeptabel.“

Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte dazu lediglich, Putin und Lukaschenko diskutierten in ihren bilateralen Gesprächen ständig über eine Vielzahl von Bereichen, dazu gehöre auch das Thema Verteidigung. Dies sei in der Militärdoktrin des Unionsstaates vorgesehen, den beide Länder bilden.

Der auch als „letzter Diktator Europas“ bezeichnete Lukaschenko hatte stets erklärt, sich nicht in den Krieg hineinziehen lassen zu wollen. Zugleich schloss er das angesichts der Lage nicht aus. Belarus hat schon von Anfang an zum Ärger der Ukraine seine Militärstützpunkte bereitgestellt für die russischen Angriffe auf die Ukraine. Aus Sicht der Ukraine ist Belarus bereits Kriegspartei.

Michael Rabba