Letztes Update:
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US-Regierung zu Leichenfunden in Isjum: Absolut verdorben und brutal

19:12
16.09.2022
Die US-Regierung hat die Leichenfunde in der von russischen Truppen befreiten ostukrainischen Kleinstadt Isjum als „abscheulich“ bezeichnet. „Es passt leider zu der Art von Verdorbenheit und Brutalität, mit der die russischen Streitkräfte diesen Krieg gegen die Ukraine und das ukrainische Volk führen“, sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrates, John Kirby, am Freitag. „Es ist absolut verdorben und brutal.“

Es werde immer offensichtlicher, wozu der russische Präsident Wladimir Putin und seine Soldaten fähig seien, sagte er. Die US-Regierung werde weiterhin die Bemühungen unterstützen, russische Kriegsverbrechen und Gräueltaten zu dokumentieren, um schließlich die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen zu können.

dpa

Selenskyj spricht von Folter bei Leichen in Isjum

18:44
16.09.2022
An Leichen, die in der befreiten ukrainischen Stadt Isjum gefunden wurden, sind laut Präsident Wolodymyr Selenskyj Folterspuren entdeckt worden. „Das muss die ganze Welt sehen“, teilte das Staatsoberhaupt am Freitag in sozialen Netzwerken mit. Angaben zur Art der Funde machte er nicht. Dem Internetsender Hromadske zufolge waren bei drei von 40 exhumierten Leichen die Hände gefesselt. Selenskyj teilte zudem Fotos der Arbeiten bei einer Gräberstätte in einem Waldstück bei der ostukrainischen Kleinstadt.

Unter den mehr als 400 gefundenen Leichen seien auch Opfer von Raketenangriffen sowie Kinder und ukrainische Soldaten. „Russland lässt nur Tod und Leiden zurück. Mörder und Henker, die alles menschliche verloren haben“, schrieb Selenskyj. Für jedes Opfer werde Vergeltung geübt, kündigte er an.

In der vergangenen Woche hatten ukrainische Truppen durch ihre Gegenoffensiven die russischen Truppen weitgehend aus dem Gebiet Charkiw vertrieben. In dem Verkehrsknotenpunkt Isjum wurde nach Angaben der Behörden ein Friedhof mit über 440 Einzelgräbern gefunden. Darüber hinaus wurden in weiteren befreiten Teilen des Charkiwer Gebiets nach Polizeiangaben 50 Leichen gefunden worden.

dpa

Ukraine erhält weitere Panzer über Ringtausch mit Griechenland

18:12
16.09.2022
Die Bundesregierung hat sich mit Griechenland auf einen Ringtausch zur Versorgung der Ukraine mit weiteren Schützenpanzern geeinigt. Griechenland liefert der Ukraine 40 Schützenpanzer sowjetischer Bauart vom Typ BMP-1, dafür erhält Athen von Deutschland 40 Schützenpanzer Marder aus Industriebeständen, wie das Bundesverteidigungsministerium am Freitag mitteilte. Darauf hätten sich Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) und ihr griechischer Amtskollege Nikolaos Panagiotopoulos geeinigt. Die Umsetzung werde sofort beginnen.

Das griechische Verteidigungsministerium bestätigte am Freitagabend den Beginn des Ringtausches und die Zahl der Schützenpanzer, die Deutschland nach Griechenland liefern und Griechenland in die Ukraine schicken wird. Mit dem Schützenpanzer BMP-1 erhalte die Ukraine ein „kampferprobtes und ihnen bestes bekanntes Waffensystem“, hieß es weiter aus Berlin.

Die Idee des Ringtauschs entstand kurz nach Beginn des Ukraine-Kriegs. Die ukrainischen Streitkräfte sollen damit zügig mit sowjetischen Systemen versorgt werden, für die sie keine zusätzliche Ausbildung benötigen. Die Länder, die die sowjetischen Waffen abgeben, sollen dafür mit westlichen Fabrikaten versorgt werden.

dpa