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20220914111023

Kreml: Sicherheitsgarantien für Ukraine sind Gefahr für Russland

11:10
14.09.2022
Der Kreml bezeichnet ein von der Ukraine vorgelegtes Konzept für Sicherheitsgarantien als Gefahr für Russland - und rechtfertigt vor diesem Hintergrund einmal mehr den Krieg gegen das Nachbarland. Die Ukraine strebe weiter eine Nato-Mitgliedschaft an, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge am Mittwoch. „Dementsprechend bleibt auch die größte Gefahr für unser Land bestehen und damit bleibt auch der Grund für die Notwendigkeit der militärischen Spezialoperation aktuell, ja er wird sogar noch aktueller“, sagte der 54-Jährige.

Russlands Position zu dem Konzept sei „negativ“, betonte Peskow. Derzeit könne niemand der Ukraine Sicherheitsgarantien geben außer die ukrainische Führung selbst. Dafür aber müsse sie so handeln, dass sich Russland nicht mehr bedroht fühle, betonte er.

Den im Februar begonnenen Angriffskrieg gegen das Nachbarland hat Russland unter anderem mit eigenen Sicherheitsbedenken begründet. Teilweise war in Moskau von einem „Präventivschlag“ die Rede, der einem ukrainischen Angriff zuvorgekommen sei. Grundsätzlich sieht Moskau vor allem den potenziellen Beitritt der Ukraine zur Nato als Gefährdung der eigenen Sicherheit an.

Sebastian Oldenborg

Selenskyj reist nach Offensive in zurückeroberte Stadt Isjum

10:35
14.09.2022
Kurz nach dem Rückzug russischer Truppen ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in den befreiten Teil der Ostukraine gereist. „Unsere blau-gelbe (Flagge) weht über dem befreiten Isjum“, teilte der Staatschef am Mittwoch in sozialen Netzwerken mit. Selenskyj kündigte dabei ein weiteres Vorrücken der ukrainischen Armee an. „Wir bewegen uns nur in eine Richtung - vorwärts und bis zum Sieg“, unterstrich der 44-Jährige. Fotos zeigten Selenskyj in Isjum im Gebiet Charkiw mit Soldaten der ukrainischen Armee.

Isjum war erst im Laufe der vergangenen Woche im Rahmen einer ukrainischen Gegenoffensive zurückerobert worden. Der wichtige Verkehrsknotenpunkt gilt als Tor zum Industrierevier Donbass und hatte vor dem Krieg über 40.000 Einwohner. Kiew wehrt seit Ende Februar eine russische Invasion ab.

Sebastian Oldenborg

Von der Leyen: 100 Millionen für Wiederaufbau von Schulen in Ukraine

09:12
14.09.2022
Die Ukraine soll 100 Millionen Euro zum Wiederaufbau von zerstörten Schulen im Land von der Europäischen Union erhalten. „Denn die Zukunft der Ukraine beginnt in ihren Schulen“, sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Mittwoch bei einer Rede zur Lage der Europäischen Union im Straßburger Europaparlament. Die Angriffe Russlands haben ihren Angaben nach mehr als 70 Schulen in der Ukraine zerstört. Der Wiederaufbau des Landes werde massive Ressourcen benötigen. „Wir werden uns auch auf lange Sicht engagieren“, kündigte von der Leyen an.

Von der Leyen betonte den Mut der ukrainischen Nation bei seiner Verteidigung gegen Russland. Sie sprach auch direkt zur First Lady der Ukraine, Olena Selenska, die als Ehrengast im Parlament war. Sie werde beim Wiederaufbau der Schulen mit Selenska zusammenarbeiten, sagte von der Leyen. „Meine liebe Olena Selenska, es bedurfte ungeheuren Muts, sich der Grausamkeit Putins zu widersetzen, aber ihr habt den Mut gefunden.“

Sebastian Oldenborg