Oleh Dulyba ist zweiter Konzertmeister der Bremer Philharmoniker und gebürtiger Ukrainer. Die ersten Angriffe auf sein Heimatland hat er verschlafen. "Ich bin nachts noch einmal aufgestanden, um zu gucken – ich schlafe im Moment ja ohnehin schlecht – da war aber noch nichts. Heute früh stand es dann überall: Krieg", erzählt er. Seine Eltern leben im Westen des Landes, in Lwiw. Ihnen gehe es gut, aber sie hätten Angst, sagt Dulyba. Ans Auswandern denken seine Eltern und Freunde in der Ukraine aber bislang nicht. "Wo sollen sie auch hin?“, fragt er.
Auch Michael Börgerding, Intendant am Theater Bremen zeigt sich solidarisch mit der Ukraine. Er sagt: „Ich würde gerne dem ukrainischen UN-Botschafter Sergij Kyslystya folgen wollen, dass es kein Fegefeuer für Kriegsverbrecher gäbe. Sondern dass sie direkt zur Hölle führen. Allein mir fehlt der Glaube.“ Die Direktorin des Übersee-Museums, Wiebke Ahrndt ergänzt: „Das russische Vorgehen ist ungeheuerlich und macht uns sehr betroffen. Unsere Gedanken sind bei den Menschen in der Ukraine.“
Sebastian Oldenborg