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Russland: Keine erhöhte Strahlung an ukrainischem AKW Saporischschja

09:34
04.03.2022
Nach Berichten über einen Brand in einem Gebäude des ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja ist dort russischen Angaben zufolge keine erhöhte Strahlung gemessen worden. Russische Truppen hätten bereits seit dem vergangenen Montag die Kontrolle „über die Stadt Enerhodar, das Kernkraftwerk Saporischschja und das angrenzende Gebiet“, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Freitagvormittag zudem mit. Das Personal in Europas größtem Atomkraftwerk arbeite normal weiter, sagte Ministeriumssprecher Igor Konaschenkow der Agentur Interfax zufolge.

Konaschenkow warf Kiew vor, mit den Berichten über den Brand eigene Interessen zu verfolgen: „Der Zweck der Provokation des Kiewer Regimes in der Nuklearanlage ist ein Versuch, Russland der Schaffung einer Brutstätte radioaktiver Kontamination zu beschuldigen“, sagte Konaschenkow.

Jan-Felix Jasch

Umweltministerium zu Brand auf AKW-Gelände: „Wir beobachten die Lage“

09:15
04.03.2022
Nach einem Brand auf dem Gelände eines ukrainischen Atomkraftwerks informieren das Bundesumweltministerium (BMUV) und das Bundesamt für Strahlenschutz auf ihren jeweiligen Webseiten fortlaufend über die Gefährdungslage. „Nach russischem Beschuss in der Ukraine ist im Atomkraftwerk Saporischschja nach Informationen der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO; englisch International Atomic Energy Agency, IAEA) ein Feuer ausgebrochen. Das Ausmaß der Schäden ist bislang unklar“, schrieb das Ministerium am Freitagmorgen. Das Feuer sei von den ukrainischen Einheiten des staatlichen Rettungsdienstes gelöscht worden, hieß es weiter. Alle radiologischen Messwerte an dem Kraftwerk bewegten sich „weiter im normalen Bereich“.

Das BMUV und das Bundesamt für Strahlenschutz erklärten, fortlaufend über relevante Entwicklungen zu informieren. Deutschland verfüge seit vielen Jahren über Instrumente zur Bewertung einer radiologischen Lage, beispielsweise das Integrierte Mess- und Informationssystem IMIS, hieß es dazu. „Sollte das BMUV Hinweise haben, dass sich ein radiologischer Notfall mit erheblichen Auswirkungen in der Ukraine ereignet, würde das radiologische Lagezentrum des Bundes im BMUV die Lage bewerten, die Öffentlichkeit informieren und, soweit erforderlich, Verhaltensempfehlungen geben.“

Jan-Felix Jasch