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Separatisten: Kiew beschießt ukrainische Kriegsgefangene - 40 Tote

08:13
29.07.2022
Nach Angaben der prorussischen Separatisten im Gebiet Donezk sind mindestens 40 ukrainische Kriegsgefangene durch Artilleriefeuer der Kiewer Truppen ums Leben gekommen. 130 wurden verletzt. „Volltreffer in einer Baracke mit Kriegsgefangenen“, teilte am Freitag ein Vertreter der Separatistenführung in Donezk der Agentur Interfax zufolge mit. Aus Kiew gibt es keine Bestätigung für den Beschuss. Unabhängig können die Angaben nicht überprüft werden.

Der Separatistenvertreter warnte, dass sich die Opferzahlen noch erhöhen könnten. Unter den Trümmern werde noch nach weiteren Menschen gesucht. Seinen Angaben nach wurde die Haftanstalt Oleniwka, in der die moskautreuen Truppen ukrainische Kriegsgefangene halten, durch Mehrfachraketenwerfer vom Typ Himars beschossen.

Die aus den USA stammenden Raketenwerfer gelten als Präzisionswaffen. In sozialen Netzwerken kursieren bislang nur Fotos aus der Stadt Ilowajsk, rund 40 Kilometer östlich von Oleniwka, wo es in der Nacht heftige Explosionen gab.

In Oleniwka werden viele ukrainische Soldaten gefangen gehalten, die den moskautreuen Truppen bei der Eroberung der Hafenstadt Mariupol drei Monate nach Beginn des russischen Angriffskriegs in die Hände gefallen sind. Darunter sind auch Kämpfer des nationalistischen Asow-Regiments. Die Separatisten haben diesen unter dem Vorwurf von Kriegsverbrechen mit der Todesstrafe gedroht. Medienberichten zufolge sind die Haftbedingungen in Oleniwka unmenschlich.

dpa

Montenegro stimmt Nato-Beitritt von Schweden und Finnland zu

07:03
29.07.2022
Montenegro hat dem Beitritt von Schweden und Finnland zur Nato zugestimmt. Das Parlament billigte am späten Donnerstagabend die Ratifizierung des Beitrittsprotokolls für die beiden nordeuropäischen Länder, berichtete die Nachrichtenagentur Mina. 57 von 81 Abgeordneten stimmten dafür.

Schweden und Finnland hatten nach dem russischen Angriff auf die Ukraine die Aufnahme in die westliche Verteidigungsallianz beantragt. Bisher waren sie neutral. Auch Bundestag und Bundesrat stimmten dem Beitritt bereits zu. Montenegro gehört der Nato seit 2017 an.  

dpa