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CDU-Chef Merz trifft Polens Regierungschef Morawiecki

10:47
28.07.2022
Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz hat in Warschau mit dem polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki gesprochen. Das bestätigte ein Sprecher der Unionsfraktion. Einzelheiten wurden zunächst nicht genannt. Der Oppositionsführer sucht aber angesichts der Verstimmung in Warschau über Deutschlands Verhalten bei der Rüstungshilfe für die Ukraine Kontakt zur polnischen Politik. Im Anschluss an sein Gespräch mit Morawiecki traf Merz den früheren Regierungschef und jetzigen Oppositionspolitiker Donald Tusk.

Am Mittwoch hatte Merz bereits den Vorsitzenden der nationalkonservativen polnischen Regierungspartei PiS, Jaroslaw Kaczynski, gesprochen. Der CDU-Chef forderte die Bundesregierung auf, wie versprochen Panzer an Polen weiterzugeben. Polen hatte der Ukraine Panzer sowjetischer Bauart überlassen, um sich besser gegen den russischen Angriffskrieg verteidigen zu können, und sollte dafür Ersatz von Verbündeten wie Deutschland bekommen. Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) räumte kürzlich ein, dass der Ringtausch mit Polen nicht läuft wie geplant. Am Freitag wollte Merz weiter zu Gesprächen nach Litauen reisen.

dpa

Kämpfe nähern sich den Städten Bachmut und Soledar

09:34
28.07.2022
Im Kriegsgebiet Donezk im Osten der Ukraine nähern sich die Kämpfe zwischen den Truppen Kiews und Moskau weiter den Städten Bachmut und Soledar. Bei Werschyna, etwa zehn Kilometer südöstlich von Bachmut, habe der Gegner Teilerfolge erzielt, teilte der ukrainische Generalstab am Donnerstag bei Facebook mit. Andere Angriffe im Raum Bachmut und auch beim benachbarten Soledar seien hingegen abgewehrt worden. Auch nördlich von Slowjansk seien russische Attacken gescheitert.

Im Donezker und im angrenzenden Gebiet Charkiw seien erneut ukrainische Stellungen in mehreren Dutzend Orten durch Artillerie beschossen worden. Zudem habe es mehrere Luftangriffe gegeben. Im Gebiet Cherson gibt es demnach Positionskämpfe, und russische Truppen seien zu Gegenangriffen an der Grenze zum Gebiet Dnipropetrowsk übergegangen. Kiew nährt seit Wochen Hoffnungen auf eine baldige Rückeroberung von Teilen der Südukraine.

In der Nacht zum Donnerstag wurden nach Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte zudem mehr als 20 Raketen auf Ziele in der Ukraine unter anderem aus dem benachbarten Belarus abgefeuert. Dabei wurden Behördenangaben nach Infrastrukturobjekte im Kreis Wyschhorod nördlich der Hauptstadt Kiew und im anliegenden Gebiet Tschernihiw getroffen. Angaben zu Opfern und Schäden wurden nicht gemacht. Die Ukraine wehrt seit etwas über fünf Monaten eine russische Invasion ab.

dpa