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Vier Eurofighter zur Luftraumüberwachung Richtung Estland unterwegs

11:41
27.07.2022
Vom Fliegerhorst in Rostock-Laage sind am Mittwoch vier Eurofighter in Richtung Estland gestartet. Sie sollen im Rahmen der seit Jahren bestehenden Nato-Mission für die Luftsicherheit der baltischen Staaten an der Ostflanke des Militärbündnisses sorgen. Die vier Eurofighter stammen aus Wittmund (Niedersachsen) vom dortigen Taktischen Luftwaffengeschwader 71 „Richthofen“ und waren wegen der Erneuerung der Start- und Landebahn vorübergehend in Laage stationiert. Aus Nörvenich (Nordrhein-Westfalen) werde noch am Mittwoch eine fünfte Maschine in Richtung Ämari in Estland starten.

Dort habe die Deutsche Luftwaffe von kommender Woche an die Führung des Nato-Einsatzes bei den sogenannten luftpolizeilichen Aufgaben an der Ostflanke inne, sagte ein Sprecher der Luftwaffe. Prinzipiell sei eine solche Aufgabe Routine, durch den Krieg in der Ukraine gewinne der Einsatz jedoch an Brisanz. Im April werde die Führung an Großbritannien übergeben, die Luftwaffe sei bis Mitte Mai in Estland. Mit den Maschinen würden insgesamt 55 Soldaten verlegt, in der Regel seien sie zwei Monate im Einsatz und würden dann ausgetauscht.

Die Arbeit an der Ostgrenze der Nato entspreche dem seit Jahren bekannten Vorgehen - auch in Deutschland. „Wir patrouillieren und bei einer Luftraumverletzung gibt es einen Alarmstart“, erläuterte der Luftwaffen-Sprecher.

dpa

Russland warnt vor Scheitern des Getreideabkommens

10:23
27.07.2022
Das russische Außenministerium hat vor einem Scheitern des Getreideabkommens gewarnt. Der Export von Getreide aus Russland und der Ukraine müsse gleichzeitig beginnen, forderte der stellvertretende russische Außenminister Andrej Rudenko am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge. Daher müssten die Hindernisse zum Export russischen Getreides schnell beseitigt werden. Am Mittwoch sollte in Istanbul ein Zentrum zur Koordination der Getreideexporte eröffnet werden. Es ist Teil des unter Vermittlung der Vereinten Nationen und der Türkei geschlossenen Abkommens, mit der die Blockade ukrainischer Häfen aufgehoben werden soll. Russland hatte in der Vereinbarung etwa zugesichert, Schiffe über einen Seekorridor fahren zu lassen und diese sowie beteiligte Häfen nicht anzugreifen.

„Wir hoffen stets auf das Beste und rechnen darauf, dass unsere Partner die beiden Komponenten des Getreide-Deals verwirklichen, der die Ausfuhr von Getreide aus der Ukraine und die Beendigung der Begrenzungen für den russischen Getreideexport insgesamt betrifft“, sagte Rudenko. Russland hat in der Vergangenheit eine Beendigung der Blockade der ukrainischen Schwarzmeerhäfen explizit von einer Lockerung der westlichen Sanktionen gegen sich abhängig gemacht.

Zwar richten sich die Sanktionen nicht gegen den Export von Lebensmitteln und Dünger aus Russland, doch haben sie inzwischen eine solche Strahlkraft entwickelt, dass sie auch deren Ausfuhr behindern. So klagt Moskau darüber, dass russische Schiffe, die Getreide transportieren, nicht mehr in europäischen Häfen anlegen oder versichert werden können. Auch bei der Finanzierung solcher Transporte gebe es Probleme durch die Beschränkungen im Finanzsektor.

dpa

Europäischer Gaspreis steigt deutlich über 200 Euro

09:39
27.07.2022
Die ungewisse Versorgungslage treibt den europäischen Erdgaspreis weiter an. Am Mittwochvormittag stieg der Preis für eine Megawattstunde niederländisches Erdgas zur Lieferung im August im Vergleich zum Vortag um etwa zehn Prozent bis auf 224 Euro. Der Preis bezieht sich auf den Terminkontrakt TTF, der in Europa als Richtschnur für das Gaspreisniveau angesehen wird.

Der russische Erdgaskonzern Gazprom hat seine Lieferungen durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 am Mittwochmorgen erneut deutlich reduziert. Zugleich wurde mehr Kapazität für die durch die Slowakei verlaufende Transgas-Leitung gebucht. Möglicherweise sollen damit die über Nord Stream 1 ausfallenden Lieferungen ausgeglichen werden.

dpa