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20220628043059

Kreml: Werden uns im Falle von Gold-Importverbot umorientieren

20:57
27.06.2022
Der Kreml kritisiert das drohende Importverbot der G7-Staaten für russisches Gold als „unrechtmäßig“ und will sich neue Märkte erschließen. „Der Edelmetallmarkt ist global, er ist ziemlich groß, voluminös und sehr vielfältig“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag der Agentur Interfax zufolge. „Wenn ein Markt (...) durch unzulässige Entscheidungen an Attraktivität verliert, dann findet eine Umorientierung dorthin statt, wo diese Güter stärker nachgefragt sind und wo es bequemere und rechtmäßigere wirtschaftliche Lösungen gibt.“

dpa

Erste Auslandsreise seit Kriegsbeginn: Putin fliegt nach Zentralasien

20:37
27.06.2022
Bei seiner ersten Auslandsreise seit Kriegsbeginn in der Ukraine vor rund vier Monaten reist Russlands Präsident Wladimir Putin an diesem Dienstag nach Tadschikistan in Zentralasien. Es sei ein Arbeitsbesuch beim tadschikischen Präsidenten Emomali Rachmon geplant, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag der Nachrichtenagentur Interfax zufolge in Moskau. Zu möglichen Inhalten der Gespräche machte er keine Angaben. Es werde einen formellen Teil geben.

Am Dienstag geht zugleich der G7-Gipfel der führenden demokratischen Wirtschaftsmächte in Bayern zu Ende. Russland war nach der Annexion der ukrainischen Schwarzmeer-Halbinsel Krim im Jahr 2014 aus der damaligen Gruppe der Acht (G8) ausgeschlossen worden.

Für Mittwoch ist die Teilnahme Putins bei einem Gipfel der Anrainerstaaten des Kaspischen Meeres in Turkmenistan geplant. Seit Beginn der Corona-Pandemie vor mehr als zwei Jahren nahm Putin überwiegend per Videoschalte an internationalen Gipfeln teil.

dpa

G7-Staaten sagen Ukraine Finanzhilfen von rund 28 Milliarden Euro zu

15:50
27.06.2022
Die führenden demokratischen Wirtschaftsmächte haben der Ukraine für dieses Jahr Finanzhilfen von bis zu 29,5 Milliarden US-Dollar (rund 28 Milliarden Euro) zugesagt. Man wolle das Land dabei unterstützen, seine Finanzierungslücke zu schließen und die Daseinsvorsorge für die Bevölkerung zu gewährleisten, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Papier der G7-Staaten. Offen blieb, ob es sich um Zuschüsse oder Kredite handelt.

Bei einem Treffen der G7-Finanzminister Ende Mai auf dem Petersberg bei Bonn hatte noch eine Summe von 19,8 Milliarden Dollar im Raum gestanden. Eingerechnet sind dabei auch Gelder, die seit Jahresbeginn bereits gezahlt wurden.

Die Mittel sollen helfen, die grundlegenden staatlichen Leistungen des kriegsgebeutelten Landes aufrechtzuerhalten und etwa Renten und die Gehälter von Staatsbediensteten zu zahlen. Die Ukraine hatte für drei Monate um je rund 5 Milliarden Euro gebeten. Nach Ablauf der drei Monate könnte weitere Unterstützung nötig sein, hieß es damals.

Michael Rabba