Letztes Update:
20220626054848

Explosionen in Kiew

05:48
26.06.2022
In der ukrainischen Hauptstadt Kiew hat es am frühem Morgen mehrere Explosionen gegeben. Krankenwagen und Rettungskräfte seien im Bezirk Schewtschenko im Einsatz, schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko im Nachrichtendienst Telegram.

Anton Heraschtschenko, ein Berater des ukrainischen Innenministers, schrieb, Augenzeugen hätten von Raketen berichtet. Ob es Verletzte oder Tote gab, war zunächst unklar. Bereits am Samstag hatte es einen Raketenangriff auf die westukrainische Stadt Sarny gegeben, bei dem Behördenangaben zufolge mindestens drei Menschen getötet wurden.

dpa

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Samstag, 25. Juni

Russland will Raketensystem Iskander nach Belarus verlegen

19:49
25.06.2022
Russland will seine Boden-Raketen vom Typ Iskander ins Nachbarland Belarus verlegen. Das werde in den nächsten Monaten erfolgen, sagte Präsident Wladimir Putin am Samstag der Staatsagentur Tass zufolge. Er äußerte sich bei einem Treffen mit dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko in St. Petersburg.

Die Iskander-M könnten „sowohl ballistische Raketen als auch Marschflugkörper aufnehmen - sowohl in konventioneller als auch in nuklearer Ausführung“, meinte Putin. Sie haben russischen Medien zufolge eine Reichweite von bis zu 500 Kilometern. Details sollten die Verteidigungsminister beider Länder besprechen, sagte Putin.

Seinen Angaben zufolge sollen die Kampfflugzeuge von Belarus vom Typ Su-25 nachgerüstet werden. „Diese Modernisierung sollte in Flugzeugfabriken in Russland vorgenommen werden.“ Dann könnten diese Flugzeuge auch Atomwaffen transportieren.

Belarus ist ein enger Verbündeter Russlands. Nach ukrainischen Angaben vom Samstag hatten russische Truppen Raketen auf die ukrainischen Städte Schytomyr und Tschernihiw aus Belarus abgefeuert.

Michael Rabba

Ukraines Botschafter: Fake-Anruf kann Vertrauen nicht erschüttern

18:44
25.06.2022
Nach den Fake-Anrufen eines Unbekannten, der sich als Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko ausgab, schätzt der ukrainische Botschafter in Deutschland das Vertrauensverhältnis zwischen der Ukraine und der Bundesrepublik weiter als stabil ein. „Keine Deep Fakes oder andere Tricks der Russen können das Vertrauen zwischen der Ukraine und Deutschland erschüttern“, sagte Andrij Melnyk der „Welt am Sonntag“. Er habe am Freitagabend nach dem Bluff eine Viertelstunde mit der Regierenden Bürgermeisterin von Berlin, Franziska Giffey telefoniert. „Sie wirkte sehr geschockt nach dem Vorfall. Das kann man menschlich nachvollziehen“, sagte er.

Dass auch andere Bürgermeister in Europa, darunter in Madrid und Wien, Opfer der Betrugsmasche wurden, zeigt laut Melnyk, dass Deep Fakes als Teil der hybriden Kriegsführung Russlands viel ernster genommen werden müssten. „Es ist eine perfide psychologische Waffe, und die Technik wird immer besser.“

Michael Rabba