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Scholz, Macron und Draghi mit Sonderzug in Kiew eingetroffen

06:36
16.06.2022
Bundeskanzler Olaf Scholz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der italienische Ministerpräsident Mario Draghi sind am Donnerstagmorgen mit einem Sonderzug in der ukrainischen Hauptstadt Kiew eingetroffen. Dort wollen sie mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über weitere Unterstützung für das von Russland angegriffene Land sprechen und über den Wunsch der Ukraine, der Europäischen Union beizutreten.

Denise Frommeyer

Scholz, Draghi und Macron im Zug auf dem Weg nach Kiew

06:03
16.06.2022
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) befindet sich gemeinsam mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf dem Weg in die ukrainische Hauptstadt Kiew. Mit ihnen reiste nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag auch Italiens Ministerpräsident Mario Draghi in einem Zug. Es hatte zuletzt Berichte gegeben, wonach Scholz in dieser Woche mit Macron und Draghi in die Ukraine reisen wollte.

Seit Mitte März sind zahlreiche Staats- und Regierungschefs in die Ukraine gereist, die sich nun schon fast vier Monate gegen den Angriff der russischen Streitkräfte zur Wehr setzt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte Scholz vor Wochen nach Kiew eingeladen.

Der Élysée-Palast in Paris gab auf Journalisten-Fragen zu einer Reise keine direkte Antwort, er verwies stattdessen auf einen Retweet des französischen Botschafters in Kiew. Dieser hatte ein Foto retweetet, das Scholz, Macron und Draghi offensichtlich in einem Zugabteil zeigt. Dieses geht auf die italienische Tageszeitung „La Repubblica“ zurück.

dpa

Bericht: 4,3 Milliarden US-Dollar Schaden für Agrarsektor der Ukraine

05:52
16.06.2022
Die Landwirtschaft der Ukraine hat durch den russischen Angriffskrieg nach Kiewer Berechnungen bislang Schäden von 4,3 Milliarden US-Dollar (4,1 Milliarden Euro) erlitten. Große Flächen seien beschädigt worden oder durch Minen verseucht, heißt es in einem Bericht von Forschern im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums in Kiew. So habe Ernte im Wert von 1,43 Milliarden US-Dollar nicht eingebracht werden können. Die Kosten für die notwendige Erfassung und Räumung von Minen wurden auf 436 Millionen US-Dollar geschätzt.

Außerdem sei landwirtschaftliche Technik für 926 Millionen US-Dollar zerstört worden. In den von Russland besetzten Gebieten im Süden der Ukraine seien Bewässerungssysteme im Wert von 225 Millionen US-Dollar zu Schaden gekommen. Der Schaden an Getreidesilos wurde auf 272 Millionen Euro taxiert. Zudem habe Russland Getreide im Wert von 613 Millionen US-Dollar aus den besetzten Gebieten abtransportiert.

Die Verluste in der Tierproduktion wurden mit 136 Millionen US-Dollar angesetzt. Nutztiere seien nicht nur durch Beschuss getötet worden, sie seien auch durch mangelndes Futter oder schlechte tierärztliche Versorgung umgekommen. Der Bericht ging von 42.000 toten Schafen und Ziegen, 92.000 Rindern, 258.000 Schweinen und mehr als 5,7 Millionen Stück Geflügel aus.

dpa