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Kreml: Ausländische Unternehmen wollen nach Russland zurück

16:47
14.06.2022
Als Reaktion auf Russlands Krieg gegen die Ukraine sind westliche Unternehmen massenhaft abgewandert - doch der Kreml gibt sich zuversichtlich, dass viele zurückkehren wollen. „Viele Unternehmen aus westlichen Ländern - darunter aus den EU-Staaten, aus den USA und aus Kanada - behalten ihr Interesse am russischen Markt“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag der Agentur Interfax zufolge. Hintergrund ist demnach das internationale Wirtschaftsforum in St. Petersburg, das am Mittwoch beginnt und bis Samstag dauert.

Unter „beispiellosem Druck“ hätten die westlichen Unternehmen ihre Arbeit zwar eingestellt, fügte Peskow hinzu. „Aber trotzdem sagen sie, dass sie bei der ersten Gelegenheit zurückkehren wollen.“

Seit Ende März haben internationale Konzerne wie H&M und Ikea ihr Russland-Geschäft ausgesetzt. Andere Unternehmen - darunter McDonald’s - stellten ihre Arbeit endgültig ein. McDonald’s verkaufte alle 850 Filialen an einen russischen Investor, der sie in den kommenden Wochen unter dem neuen Namen „Wkusno i totschka“ („Lecker und Punkt“) wiedereröffnen will.

Michael Rabba

Umfrage: 812 Millionen Euro Spenden für Ukraine-Hilfe

16:16
14.06.2022
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine Ende Februar haben die Menschen in Deutschland einer Umfrage zufolge mindestens 812 Millionen Euro gespendet. Das teilte das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) am Dienstag in Berlin mit. Die Spendenaufkommen für die vom Krieg betroffenen Menschen in und aus der Ukraine dürfte demnach sogar noch höher liegen, da auch viele kleinere Initiativen Geld gesammelt hätten, die bei der Ergebung nicht berücksichtigt worden seien.

Dem Institut zufolge ist mit dem Zwischenstand bislang nominal das höchste Spendenaufkommen gesammelt worden, das seit Ende des Zweiten Weltkrieges für eine einzelne Katastrophe gemessen worden sei. Für die Betroffenen des Tsunamis in Südostasien (2004) seien damals 670 Millionen Euro zusammengekommen. Berücksichtigt man die Geldentwicklung, wären das bei heutiger Preisentwicklung 904 Millionen Euro, wie das DZI vorrechnete. Russland hat am 24. Februar den Krieg gegen das Nachbarland Ukraine begonnen.

„Die Spenden- und Unterstützungsbereitschaft für die Ukraine ist nach unserer Einschätzung zwar weiter hoch. Niedriger geworden ist aber das täglich neu gespendete Volumen von Geld und Sachen“, sagte Geschäftsführer Burkhard Wilke der Mitteilung zufolge. Die Hungerkrise im Sudan und in anderen afrikanischen Staaten mache aber deutlich, „dass auch dieser Teil der Welt auf Hilfe der Weltgemeinschaft dringend angewiesen ist“.

Michael Rabba