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20220612125615

Papst: Ukraine-Krieg nicht zu Gewohnheit werden lassen

12:56
12.06.2022
Papst Franziskus hat die Menschen aufgerufen, den Krieg in der Ukraine nicht zur Normalität werden zu lassen. „Bitte, gewöhnen wir uns nicht an diese tragische Wirklichkeit. Beten und kämpfen wir für den Frieden“, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Sonntag vor zahlreichen Gläubigen und Besuchern auf dem Petersplatz in Rom nach dem traditionellen Angelus-Gebet. Er denke weiter an das vom Krieg betroffene ukrainische Volk. „Die Zeit, die vergeht, möge unseren Schmerz und unsere Sorge für diese gemarterten Leute nicht erkalten lassen“, forderte der 85 Jahre alte Argentinier.

Außerdem bat Franziskus die Menschen in der zentralafrikanischen Demokratischen Republik Kongo und dem angrenzenden Südsudan für die Absage seiner Reise um Entschuldigung. Er habe den für Anfang Juli geplanten Besuch dort wegen Problemen an seinem Bein verschieben müssen. „Ich bitte euch um Entschuldigung dafür“, sagte der Pontifex. Er hoffe mit der Hilfe Gottes und der ärztlichen Behandlung so bald wie möglich dorthin reisen zu können. „Wir sind zuversichtlich“, so Franziskus.

Denise Frommeyer

Schulze und Tschentscher verteidigen Ukraine-Politik des Kanzlers

11:54
12.06.2022
Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze hat die Ukraine-Politik von Bundeskanzler Olaf Scholz (beide SPD) gegen Kritik verteidigt. „Die Bundesregierung hilft. Wir helfen, indem wir Waffen liefern, Waffen zur Selbstverteidigung“, sagte die Ministerin am Sonntag bei einem Empfang der SPD-Bürgerschaftsfraktion im Hamburger Rathaus. Die Ukraine müsse sich verteidigen können, betonte sie. Gleichzeitig lobte sie die Hansestadt, die 25 000 ukrainische Kriegsflüchtlinge aufgenommen habe. „Das ist mehr als eine Geste, das ist wirklich wichtig, was Sie hier leisten.“

Schulze warnte mit Blick auf die russische Blockade von Getreideexporten aus der Ukraine vor allem in afrikanische Länder vor der „wahrscheinlich größten Hungerkrise seit dem Zweiten Weltkrieg“. Als Vorsitzland der G7-Staaten koordiniere Deutschland die Hilfe in der Welt. „Wir schmieden jetzt Allianzen, damit es möglichst nicht so schlimm kommt, wie im Moment alle erwarten.“ Russlands Präsident Wladimir Putin müsse gezeigt werden, dass er isoliert sei.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) lobte seinen Vorgänger im Amt, Scholz, ebenfalls für sein Reagieren auf die Krise. Es komme nicht darauf an, dass sich Regierungen auf Pressekonferenzen mit starken Worten profilieren, „sondern, dass es auf diesen brutalen russischen Angriff eine geschlossene Reaktion der Staatengemeinschaft, der freien Welt, der westlichen Demokratien und ihrer Partner in der Welt gibt“. Scholz organisiere eine international geschlossene und konsequente Reaktion auf den russischen Angriffskrieg. „Und genau das ist es, worauf es ankommt.“

Denise Frommeyer