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20220612125615

Bericht: Russen bereiten sich auf Krieg bis Oktober vor

09:24
12.06.2022
Das russische Militär bereitet sich nach Einschätzung des ukrainischen Militärgeheimdienstes auf einen längeren Krieg vor. Die Planung der russischen Streitkräfte sei für 120 weitere Tage bis Oktober 2022 verlängert worden, berichteten die Militärexperten des US-amerikanischen Institute for the Study of the War (ISW) am Samstag (Ortszeit) unter Berufung auf Informationen von Geheimdienst-Vizedirektor Wadym Skibizkij. Das russische Militär werde seine Pläne abhängig vom Erfolg im Donbas aber weiter anpassen, dies geschehe nahezu monatlich.

Die Informationen deuteten nach Einschätzung des ISW darauf hin, dass der Kreml nicht daran glaubt, seine Ziele in der Ukraine schnell erreichen zu können. Es handele sich um einen Versuch des russischen Militärs, anfängliche Mängel der Offensive zu korrigieren.

Skibizkij sagte zudem, dass die russischen Streitkräfte über weitere 40 Kampfbataillone verfügten. 103 Bataillone seien bereits in der Ukraine. Nach Ansicht der Experten vom ISW ist es aber angesichts des Personalmangels an der Front unwahrscheinlich, dass das russische Militär einen so großen Teil seiner Streitkräfte in Reserve halte. Es handele sich möglicherweise um zusammengewürfelte Einheiten.

Denise Frommeyer

CDU-Außenpolitiker: Mögliche Ukraine-Reise von Scholz „überfällig“

09:09
12.06.2022
Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hat eine mögliche Ukraine-Reise von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) als „längst überfälliges Zeichen der Solidarität“ bezeichnet. „Ich hoffe, damit sind auch zwei weitere Botschaften verknüpft: die Unterstützung des EU-Kandidatenstatus und die Bereitschaft mit westlichen schweren Waffen zu helfen“, sagte Kiesewetter dem Fernsehsender Welt.

Nach einem Bericht der „Bild am Sonntag“ will Scholz mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem italienischen Regierungschef Mario Draghi noch vor dem G7-Gipfel Ende Juni die Ukraine besuchen. Ein Sprecher der Bundesregierung wollte den Bericht am Samstagabend nicht kommentieren.

„Dieses Signal vor dem G7-Gipfel ist für die ukrainische Bevölkerung unverzichtbar“, sagte Kiesewetter mit Blick auf die mögliche Reise der drei Staats- und Regierungschefs. Russland müsse daran gehindert werden, weitere Kriegsverbrechen in der Ukraine zu begehen. „Der gemeinsame Konsens muss eindeutig lauten: Die Ukraine muss ihre Souveränität und Integrität zumindest in den Grenzen vom Januar 2022 wiederherstellen.“

Denise Frommeyer