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20220610090256

Schleswig-Holstein nimmt ukrainische Vertriebene aus Moldau auf

09:02
10.06.2022
Schleswig-Holstein hat 42 ukrainische Vertriebene aufgenommen, die in die Republik Moldau geflüchtet waren. Wie das Innenministerium am Freitag mitteilte, wurden sie am Vorabend am Hamburger Flughafen abgeholt und in die Landesunterkunft nach Seeth (Kreis Nordfriesland) gebracht. Dort werde auch die Erstversorgung gewährleistet. „Die Aufnahme der ukrainischen Vertriebenen aus Moldau geht auf eine Anfrage der Bundesregierung von Anfang März zurück“, erläuterte Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU).

„Ich habe dieser Bitte entsprochen.“ Die Kapazitäten im Land ließen dies nach wie vor zu. Die Republik Moldau hatte gemessen an der Einwohnerzahl bereits sehr viele Flüchtlinge aus der Ukraine aufgenommen. Die in Schleswig-Holstein Angekommenen werden im Laufe der nächsten Zeit auf Kreise und kreisfreie Städte verteilt. Deutschland hatte zugesagt, bis zu 2500 ukrainische Geflüchtete aus dem kleinsten Nachbarland der Ukraine aufzunehmen.

Denise Frommeyer

Özdemir in Kiew: „Zeichen der Solidarität“ mit der Ukraine

08:38
10.06.2022
Bundesagrarminister Cem Özdemir ist zum Auftakt seines Besuchs in der Ukraine zu einem Gespräch mit seinem Amtskollegen Mykola Solskyj zusammengekommen. „Es geht um ein Zeichen der Solidarität“, sagte der Grünen-Politiker am Freitag beim Eintreffen am Ministerium in der Hauptstadt Kiew. Zentrale Themen sollen Hilfen zur Stabilisierung der Landwirtschaft des Landes im russischen Angriffskrieg sein. Deutschland setzt sich außerdem dafür ein, ukrainische Getreideexporte auf anderen Wegen zu ermöglichen, da übliche Ausfuhren über die Schwarzmeerhäfen vorerst blockiert sind.

Özdemir will anschließend auch Landwirtschaftsbetriebe besuchen, um sich ein Bild von der Lage auf den Höfen und dem aktuellen Bedarf der ukrainischen Agrarbranche zu machen. Er folgte mit seinem Besuch einer Einladung, die sein ukrainischer Amtskollege im Mai bei einem Ministertreffen der G7-Gruppe in Stuttgart ausgesprochen hatte.

Der Krieg hat zu weltweit angespannten Agrarmärkten sowie steigenden Preisen geführt und löst auch Sorgen um die Ernährungssicherung in einigen Ländern aus. Denn die Ukraine ist ein großer Exporteur unter anderem von Weizen vor allem nach Nordafrika und Asien. Nach Angaben der Regierung in Kiew können wegen Blockaden von Schwarzmeer-Häfen durch Russland mehr als 23 Millionen Tonnen Getreide und Ölsaaten nicht exportiert werden. Trotz des Kriegs seien aber 75 Prozent der Agrarflächen des Vorjahres wieder bestellt worden.

Denise Frommeyer