Letztes Update:
20220713112652

Lego verlässt Russland

15:01
12.07.2022
Der dänische Spielwarenkonzern Lego stellt seinen kommerziellen Betrieb in Russland auf unbestimmte Zeit ein. Dies habe die Lego-Gruppe angesichts der anhaltenden erheblichen Störungen im Betriebsumfeld entschieden, teilte eine Unternehmenssprecherin am Dienstag auf dpa-Anfrage mit. Dazu gehöre, dass die Partnerschaft mit der Betreibergesellschaft Inventive Retail Group (IRG) beendet werde, die die 81 russischen Filialen unter dem Lego-Markennamen besitzt und betreibt. Die meisten Mitarbeiter in Moskau werden entlassen.

Zuerst hatte die dänischen Nachrichtenagentur Ritzau darüber berichtet, dass Lego seinen Vertrag mit der IRG gekündigt habe. Der Bauklötzchen-Riese aus dem dänischen Billund hatte bereits im März mitgeteilt, wegen des russischen Einmarsches in die Ukraine keine Lego-Steine und -Sets mehr nach Russland zu schicken. Die 81 Filialen waren nach Ritzau-Angaben aber noch offen geblieben. Seit Juni gab es demnach aber Probleme in der Lieferkette.

Tom Rüdell

EU gewährt Ukraine Eine-Milliarde-Kredit für laufende Kosten

11:56
12.07.2022
Die von Russland angegriffene Ukraine erhält einen weiteren Kredit über eine Milliarde Euro von der Europäischen Union. Einem entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission stimmten die EU-Staaten am Dienstag zu. Das Geld soll dazu genutzt werden, laufende Kosten etwa für Rentenzahlungen und den Betrieb von Krankenhäusern zu decken.

Das Europaparlament hat der Hilfe, die als langfristiger Kredit zu günstigen Konditionen vergeben wird, bereits zugestimmt. Um die Ukraine weiter zu entlasten, sollen die Zinsen zunächst über einen Kredit aus dem EU-Haushalt getragen werden. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen teilte mit, das Geld dürfte die Ukraine noch in diesem Monat erreichen.

Der Kredit ist der erste Teil eines im Mai angekündigten Hilfspakets über neun Milliarden Euro bis Ende des Jahres. Der EU-Gipfel im Mai hatte sich bereits grundsätzlich für das Neun-Milliarden-Paket ausgesprochen. Bislang hat die EU der Ukraine seit Kriegsbeginn 2,2 Milliarden Euro an sogenannten Makrofinanzhilfen zur Verfügung gestellt.

LW-Springer