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Putin: Haben in Ukraine noch nicht mal angefangen

18:03
07.07.2022
Der russische Präsident Wladimir Putin hat den Westen vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges vor einer militärischen Konfrontation gewarnt. „Heute hören wir, dass sie uns auf dem Schlachtfeld schlagen wollen. Was soll man dazu sagen? Sollen sie es nur versuchen“, sagte er am Donnerstag in Moskau. Jeder müsse wissen, dass Russland in der Ukraine noch gar nicht richtig angefangen habe.

Moskau lehne Friedensverhandlungen keinesfalls ab. „Aber jene, die sich weigern, sollen wissen, dass, je weiter sie gehen, desto schwieriger ist es für sie, sich mit uns zu einigen“, meinte Putin bei einem Treffen mit den Fraktionschefs der Parteien der Staatsduma.

Der Präsident lobte die Politiker als „echte Staatsmänner und Patrioten“, die die „militärische Spezialoperation“ in der Ukraine von Beginn an Ende Februar unterstützt hätten. „Es gibt viele Parteien, aber nur eine Heimat“, sagte Putin bei dem Treffen im Kreml. „Es gibt nichts Wichtigeres als das Schicksal des Vaterlandes.“

Putin warf dem Westen erneut vor, „bis zum letzten Ukrainer“ kämpfen zu wollen. „Das ist eine Tragödie für das ukrainische Volk.“ Der Westen führe einen „wirtschaftlichen Blitzkrieg gegen Russland“.

Liz Mikos

Johnson sichert Selenskyj nach Rückzug britische Unterstützung zu

16:45
07.07.2022
Nach seinem angekündigten Rückzug als britischer Premierminister hat Boris Johnson dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj die ungebrochene Unterstützung des Vereinigten Königreichs zugesichert. Wie eine Regierungssprecherin am Donnerstag sagte, habe Johnson im Telefonat versichert, dass Großbritannien so lange wie nötig wichtige „Defensivhilfe“ leisten werde.

Er werde zudem gemeinsam mit Partnern und Verbündeten daran arbeiten, die russische Blockade von ukrainischen Getreidelieferungen zu lösen. Johnson hatte Selenskyj seit Kriegsbeginn zwei Mal in Kiew getroffen. Zum Abschluss des Gesprächs habe der Premier gesagt: „Sie sind ein Held, jeder mag Sie.“ Zuvor war Johnson nach enormen Druck seiner Partei als Chef der Konservativen Partei zurückgetreten. Er will aber Premierminister bleiben, bis ein Nachfolger gewählt ist.

Selenskyj dankte Johnson nach Angaben aus Kiew für dessen „kompromisslose Unterstützung“ seit Beginn des russischen Angriffskriegs Ende Februar. Er habe die Nachricht von Johnsons Rücktritt mit Trauer vernommen. „Nicht nur ich, sondern die ganze ukrainische Gesellschaft, die sehr mit Ihnen sympathisiert.“ Er zweifle nicht an der weiteren Unterstützung Großbritanniens. „Aber Ihre persönliche Führung und Ihr Charisma haben sie zu etwas Besonderem gemacht“, sagte Selenskyj einer Mitteilung zufolge.

Liz Mikos