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20220603172907

Russisches Militär meldet Tötung von 360 ukrainischen Soldaten

10:11
03.06.2022
Das russische Militär hat nach eigenen Angaben in der Nacht weitere schwere Luft-, Raketen- und Artillerieangriffe gestartet. „Insgesamt sind durch Schläge der Luftwaffe mehr als 360 Nationalisten sowie 49 Waffensysteme und Militärfahrzeuge vernichtet worden, darunter eine Funkstation für die Luftraumüberwachung in Slowjansk in der Donezker Volksrepublik“, sagte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Freitag. Im Raum Slowjansk befindet sich das Hauptquartier der ukrainischen Streitkräfte im Donbass.

Nach russischen Angaben wurden neben Kampf- und Schützenpanzern auch mehrere noch aus sowjetischer Produktion stammende Raketenwerfer vom Typ „Grad“ und vier Munitionsdepots für die ukrainischen Artillerie- und Raketenstreitkräfte im Donbass-Gebiet beschossen. Daneben seien Dutzende Gefechtsstände und im südukrainischen Gebiet Mykolajiw auch ein Punkt zur Steuerung von Drohnen getroffen worden, sagte Konaschenkow. Die Angaben konnten nicht mittels unabhängiger Quellen überprüft werden.

Liz Mikos

Analyse: Weniger Ukraine-Flüchtlinge in Großbritannien und Frankreich

09:07
03.06.2022
Großbritannien und Frankreich haben einer Berechnung des „Guardian“ zufolge bislang proportional deutlich weniger ukrainische Flüchtlinge aufgenommen als andere europäische Länder. Mit 65.700 Geflüchteten nahm Großbritannien bis Ende Mai etwa zehn Ukrainerinnen und Ukrainer pro 10.000 Einwohnern auf, wie die Zeitung am Freitag berichtete. Frankreich lag mit etwa neun Flüchtlingen pro 10.000 Einwohnern auf einem ähnlich niedrigen Niveau. Allerdings deuteten Zahlen von einzelnen Präfekturen darauf hin, dass die Gesamtzahl mittlerweile höher liegen könnte als die aktuellsten offiziellen Zahlen besagen, hieß es.

Anders als in anderen Ländern müssen Ukrainerinnen und Ukrainer vor ihrer Ankunft im Land Visa beantragen. Das britische Innenministerium verwies darauf, das eigene Visa-Programm sei unter den „größten und schnellsten“ der britischen Geschichte. Mittlerweile seien mehr als 120.000 Visa ausgestellt worden und der Prozess beschleunige sich Tag für Tag. Die große Differenz der Zahlen rührt daher, dass nicht alle Antragstellerinnen und Antragsteller auch bereits in Großbritannien sind. Einem Bericht des „Observer“ zufolge entscheiden sich viele Menschen aus der Ukraine um - unter anderem wegen erheblicher und vielfach kritisierter Verzögerungen bei der Abwicklung.

Dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR zufolge haben seit Ausbruch des Krieges rund sieben Millionen Menschen ihre Heimat in der Ukraine in Richtung anderer europäischer Länder verlassen.

Liz Mikos